Kenia: Ein Film, ein Wittelsbacher und starke Mädchen
Shownotes
Eine weitere royale Folge. Missio-Chefredakteurin Barbara Brustlein hat Prinz Ludwig von Bayern in Kenia besucht. Dort hat der Wittelsbacher nicht nur sein Bildungsprojekt. Er hat auch einen Film unterstützt, der im Februar in die Kinos kommt. Darin geht es um die Zwangsverheiratung von sehr jungen Mädchen. Missio unterstützt einige Projekte, die helfen, das zu verhindern.
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00:00:00:
00:00:04: Reisewarnung
00:00:05: mit Missio
00:00:05: München unterwegs in
00:00:06: Afrika, Asien und
00:00:08: Ozeanien.
00:00:13: Und da sind wir wieder mit der zweiten Dezemberfolge der Reisewarnung.
00:00:17: In der ersten Folge haben wir uns ja auf historische Spuren begeben, nämlich auf die von König Ludwig, dem Ersten von Bayern.
00:00:25: Und das haben wir getan zusammen mit Professor Marita Kraus und die ist heute auch wieder dabei.
00:00:29: Hallo.
00:00:30: Hallo.
00:00:30: Ja, und auch Barbara Bousna ist wieder hier.
00:00:33: Du wirst uns heute von deiner Reise nach.
00:00:35: Kenia erzählen zu einem Wittelsbacher, nämlich Prinz Ludwig von Bayer.
00:00:41: Ganz genau.
00:00:42: Vielen Dank, ich freue mich.
00:00:44: Und diese beiden haben ja allein durch den gemeinsamen Namen etwas miteinander zu tun.
00:00:49: Aber ich habe ihn damals auch gefragt.
00:00:50: Also ich war ja auch in dem Projekt, in dem du jetzt wieder gewesen wirst.
00:00:54: Ich war vor zwei Jahren da.
00:00:55: Ich erinnere mich sehr gerne.
00:00:56: Und ich habe ihn ja damals auch gefragt, wie denn jetzt die Verwandtschaftsverhältnisse zwischen ihm und den Bayerischen Königen ist.
00:01:02: Ich bin da ja immer ziemlich lost.
00:01:04: Er natürlich nicht und er hat es mir eigentlich ganz einfach erklärt.
00:01:07: Ganz
00:01:08: gut kann man sich immer merken, finde ich, an Ludwig dem Ersten, weil der ist so der Urvater aller noch lebenden Mittelsbacher.
00:01:16: Auf den gehen dann alle Linien zurück.
00:01:19: Der ist bei mir vier Uhr, so merke ich es mir immer und das passt ganz gut heute, weil er ist auch der Gründer von damals, sie ist es noch Ludwig-Missionsverein.
00:01:28: Frau Krauss, das klingt eigentlich total einfach, ist aber ziemlich verwirrend.
00:01:33: Ich habe auch mal so ein bisschen rumgeschaut, habe mich auf die Homepage des Hauses Wittelsbach begeben und eine Genialogie gesehen, die in winzig kleinen Buchstaben da ist und man muss fürchterlich reinzoomen, um da klarzukommen und um sieben Kurven gehen.
00:01:47: Also ganz einfach, Ure Ure Enkel von Ludwig III.
00:01:51: dem letzten bayerischen König und der hatte nämlich drei Zehn Kinder mit einer Frau.
00:01:57: Und apropos Frauen in Bayern ist da die Welt noch in Ordnung, also da stehen ja auch nur die Männer in der Thronfolge, ne?
00:02:03: Ja, ja.
00:02:03: Aber die Beziehung zu Ludwig I. ist wirklich nicht so kompliziert, weil der erste hatte mehrere Söhne und ein Sohn war eben auch Ludpold.
00:02:12: und nach dem Tod von Ludwig II.
00:02:14: kam Ludpold als Regent an die Macht.
00:02:16: Und dann wurde dessen Sohn Ludwig II.
00:02:18: Ludwig III.
00:02:19: Also das ist jetzt sozusagen relativ einfach bis dahin.
00:02:23: Und im zwanzigsten Jahrhundert gab es ja dann nur noch den Kronprinzenrubrecht, der der Sohn von Ludwig III.
00:02:28: war und dessen Sohn Albrecht und jetzt dessen Sohn Franz.
00:02:32: Dann wird es etwas komplizierter, weil eben Prinz Ludwig ja nicht der Sohn von Herzog Franz ist, sondern da geht es wieder einen Stufe zurück zu den Kindern.
00:02:40: Dann
00:02:40: nimmt man den nächsten Sohn und dann wieder die Linie
00:02:43: um eine Ecke.
00:02:44: Genau.
00:02:45: Der Herzog Franz heißt Herzog Franz und nicht Prinz.
00:02:49: Ist das eigentlich schlechter oder besser, wenn man Herzog ist?
00:02:52: Naja, also der Herzog ist schon mehr als der Prinz, aber es ist eben so, dass der Kronprinz Rupprecht starb.
00:02:58: eben in der Nachfolge dieses Kronprinzenrubrecht hat sich dessen Sohn Albrecht als Herzog Albrecht umbenannt, weil er den Anspruch Kronprinz zu sein, den er damit ja eigentlich geerbt hätte, nicht aufrechterhalten wollte.
00:03:13: Und seitdem heißen eben die Wittelsbacher, die Chefs des Hauses Wittelsbach heißen eben Herzog.
00:03:19: Und das ist dann mehr als der Prinz, der eben sozusagen die nächste Stufe darunter ist.
00:03:24: Aber du hast den Prinzen erlebt, den Zukunftklingen Herzog, wenn ich das jetzt richtig verstanden habe.
00:03:29: Wahrscheinlich, oder?
00:03:30: Ja, das geht nochmal um... Der Herzog Franz hat ja einen Bruder, der einen jüngeren Bruder und die Thronfolke geht ja schon über diesen Weg, der Bruder und dann als nächstes eben der Ludpold und dessen Sohn Ludwig ist dann der Dritte sozusagen.
00:03:45: Aber das ist auch eine Frage der Generationen, die dann irgendwann erben.
00:03:49: Wie königlich hast du ihn denn empfunden, Barbara?
00:03:52: Also zuerst noch möchte ich sagen, ich bin jetzt sehr froh, dass sie diese ganze Erläuterung hervorgenommen hat.
00:03:58: Das wäre mir völlig
00:03:59: unglaublich.
00:04:01: Mit großer Bewunderung habe ich da gerade wieder mit gehört.
00:04:04: Das ist ja nicht ganz so einfach.
00:04:07: Das ist jetzt eine sehr schwierige Frage.
00:04:09: Wie königlich habe ich ihn denn empfunden?
00:04:11: Also zuerst mal waren wir wahnsinnig froh, dass jetzt schon zum zweiten Mal das möglich war.
00:04:16: Gemeinsam vor Ort zu sein, er ist ja angereist, wir seitens MISSIO, also unser MISSIO-Präsident, Monsignore Huber und ich.
00:04:24: Und wir hatten wieder Journalisten dabei, du warst ja auch schon mal mit uns vor Ort Brigitte.
00:04:29: Und diesmal hatten wir wieder Bayerisches Fernsehen dabei, Nachrichtenagentur und Tageszeitung.
00:04:34: Und waren eben in einer Gruppe da, um diesmal eine neue Projektzusammenarbeit mit Prinz Ludwig.
00:04:42: zu beleuchten.
00:04:43: Wie königlich tritt er auf, also ich muss sagen, er tritt vor allem sehr, sehr sympathisch auf.
00:04:48: Es ist ja furchtbeheiß dort in der Turkana-Region im Nordwesten Kenias, wo er seinen Campus für junge Studentinnen und Studenten aufgebaut hat.
00:04:58: Eine wirklich großartige Sache, die er da macht.
00:05:00: Wenn man da hinkommt und man kommt aus dem November- lich kalten Bayern angeflogen, dann muss man eine Temperaturerhöhung von knapp vierzig Grad in Kauf nehmen und Da bewegt er sich dann eben auch mit Birkenstockschuhen und einer legeren Hose und geht dadurch und man sieht, er ist dort auch zu Hause.
00:05:22: Und deshalb würde ich erst mal sagen, ungeheuer sympathisch, ungeheuer offen, auch uns gegenüber sehr professionell, also dann auch eben mit der Rückfrage, was brauchen die Journalisten jetzt?
00:05:34: Wozu möchten die nochmals und nochmals Auskunft haben und vor welchem Hintergrund?
00:05:38: Also es war ungeheuer gut und ... Wir haben hier wirklich was Besonderes, was wir jetzt zusammen da in Angriff nehmen.
00:05:46: Aber ganz kurz zu der Temperatur und seinem Erkennungszeichen, er hat immer diesen Hut auf.
00:05:51: Das ist wirklich ganz bewundernswert, dass er den immer auflässt.
00:05:55: Bei den Temperaturen?
00:05:56: Ich
00:05:56: denke mir auch, das muss recht heiß sein, aber es scheint ihn nicht zu stören und das schaut ja ganz großartig aus.
00:06:02: In der Region werden ja auch viele von den Leuten dort bei den Turkaner ganz ähnliche Hüte getragen.
00:06:08: Also das kommt dort, glaube ich, sehr gut an und wirkt auch irgendwie vertraut
00:06:12: und sympathisch.
00:06:13: Ich mag noch ein Wort.
00:06:14: Ein Wort, weil ich erinnere mich so gern dran und ich ärgere mich so, dass ich es nicht ausprobiert habe.
00:06:19: Ich mag noch ein Wort in die Runde werfen.
00:06:21: Das Bett.
00:06:22: Es zeigt vielleicht auch so ein bisschen, wie er tickt.
00:06:25: Ja.
00:06:26: Zunächst mal muss man sagen, dieser wunderbare Campus, der auch Häuser, eben Gästehäuser dort, obfasst, ist vom Stararchitekten Francis Carré aus Burkina Faso konzipiert.
00:06:38: Und das ist was ganz Besonderes, wenn man dort ist.
00:06:40: Ich weiß, Brigitte, dich hat dieses Bett über einen langen Zeitraum wirklich in Atem gehalten.
00:06:47: Das ist auch was ganz Besonderes.
00:06:49: Wenn man dort schlafen darf, dann wird man in einem Gästehaus untergebracht.
00:06:54: Wenn man dann sein Zimmer betritt, dann hat man die Möglichkeit, das Bett, auf dem man nächtigt.
00:06:59: aus der Wand heraus nach außen ins Freie zu schieben.
00:07:02: Man schläft also, wenn man sich denn traut, unter dem Sternenhimmel und anderthalb Meter über dem Boden.
00:07:10: Und das ist ein ganz unglaubliches Erlebnis, dass bei der wenigen Lichtverschmutzung, die es dort gibt, glaube ich wirklich spektakulär ist.
00:07:19: Also ich werde es auch nicht vergessen.
00:07:21: Ja, ich muss da nochmal hin, hilft nichts.
00:07:25: Da ist hier ein großer Anfumpfungspunkt zu.
00:07:27: der Prinzessin Therese, der Weltreisenden, die eine Tochter von Ludpold war, also diese Generation.
00:07:35: Und die Prinzessin Therese hat sich ganz brav zum Prinz Regen Ludpold immer zum Frühstück gesetzt und alles, nachdem ihre Mutter tot war.
00:07:41: Und dann war sie aber auf Weltreise.
00:07:43: Und dann schildert sie eben, dass das Unglaublichste war, im Urwald im Zelt auf dem Boden zu schlafen.
00:07:48: Genau dieses Erlebnis.
00:07:50: Und da gibt es in ihren Erinnerungen, gibt es also große Passagen, wo genau das auch wieder berichtet wird.
00:07:56: Und die Familie Wittelspare ist sehr stolz auf die Terese, weil es gibt auch einen Prinzess im Teresepreis und so weiter.
00:08:01: Sie war also die erste Ehrendoktorin der Münchner Universität und Mitglied der Akademien der Wissenschaften, weil sie dort eben auch für die Naturwissenschaften und vor allem auch botanisch und so weiter viel gesammelt und mitgebracht hat.
00:08:14: Also so hat ja Prinz Ludwig dort auch begonnen, als er da, ich glaube, im Jahr Zunächst mal anfügen.
00:08:22: Der hat sich ja auch ein Zelt quasi unter ein Baum gestellt.
00:08:24: Das kann man auch noch in der wunderbaren Dokumentation von Max Kroner-Witter, die er ja für den BR gemacht hat.
00:08:31: Wenn man sich das anschauen will in der Mediathek, das lohnt sich immer.
00:08:34: Und uns wurde das ja dann auch von seinem Mitbegründer, Breezan Ware, heißt der, der wurde das nochmals erzählt, wie das eben war, als der Ludwig dort begonnen hatte.
00:08:44: Und in einer ganz ähnlichen Manier, wie Sie das gerade beschrieben haben.
00:08:48: Was ich aber auch lustig finde oder was ich auch interessant finde, ist, dass er sich einen Stararchitekten genommen hat für dieses Projekt in der Wüste.
00:08:54: Also da sind schon auch so ein paar Anknüpfungspunkte zu seiner Familiengeschichte.
00:08:59: Das ist einfach eine ganz, ganz tolle Sache, weil sich das so toll in diese Landschaft einfügt und ich glaube, dass einer, das müsste man ihn jetzt eigentlich selber fragen, aber ich kann mir vorstellen, dass der Gedanke auch ist, denn er ermutigt, ja, also die stärken ja junge Menschen dort, sich in der Region, wo es wahnsinnig schwierig ist, Arbeits zu finden, quasi über das Hilfsmittelhandy, über das Hilfsmittel-Laptop, dort Möglichkeiten zum Gelderwerb zu schaffen.
00:09:27: Und ich kann mir vorstellen, dass diese wunderbare Architektur auch mit dazu beiträgt, einfach Mut zu geben, einfach einen großartigen Ort zu schaffen, einen Ort.
00:09:38: der den Leuten Flügel gibt in gewisser Weise.
00:09:40: Aber man müsste es ihn fragen.
00:09:42: Aber es ist ja auch ein Zeichen von Wertschätzung.
00:09:45: Ihr sollt an einem Ort arbeiten und lernen, der wertvoll ist, der von Künstlern geschaffen worden ist.
00:09:52: Aber auch die soziale Verantwortung, also die ja eigentlich ja doch im Prinzip, also wenn man diese Linie weiterzieht, Gründung, Ludwig, Missionsverein bis heute.
00:10:01: Diese soziale Verantwortung haben die Bittelsbacher noch immer in ihrer, wie soll man sagen, DNA stehen.
00:10:08: Sie haben eine große Stiftung und mit dieser Stiftung arbeitet ihr auch zusammen.
00:10:11: Mit dem Nünstenburger Hilfsverein arbeitet er natürlich, das ist also auch wirklich ungeheuer erfolgreich und man sieht das ja auch, was dort auf die Beine gestellt worden ist.
00:10:20: Ich denke auch, was für ihn auch wahrscheinlich mit Sicherheit ein weiterer Prägen der Mensch in seinem Leben ist.
00:10:27: ist sein Onkel, Pater Florian von Bayern, der hier im Jahr verstorben ist und in Illaret, also auch am Turkaner See, quasi nicht allzu weit entfernt.
00:10:36: Auf der anderen Seite.
00:10:37: Auf der anderen Seite von Davos.
00:10:38: Man konnte mit dem Boot rüberfahren.
00:10:40: Man konnte mit
00:10:40: dem Boot rüberfahren.
00:10:42: Das ist ja auch eine sehr prägendige Stelle.
00:10:44: Auch ein Mensch, der Hand angelegt hat immer, der konnte ... Autos und Lastwägen selber reparieren, also immer auch dieses wirkliche Tun, was da dazukommt und das bei den Menschen sein und dieses ganz unprätenziöse.
00:10:57: Also ich glaube, das ist da sehr verbindend.
00:11:00: Und diese Spendenfeudigkeit, das ist eben die Brücke, die geht eben bei Ludwig I., der ja auch sicherlich rund um die zwanzig Millionen Mark umgerechnet über die Zeit gespendet hat, was damals sehr, sehr viel Geld war.
00:11:13: Das müsste man jetzt mal zehn nehmen.
00:11:17: für wohltätige Stiftungen, also nicht nur für den Ludwig-Missionsverein, sondern auch im Kleinen.
00:11:21: Also es geht ja auch teilweise bei diesen Unterstützungen in dem neunzehnten Jahrhundert darum, dass jemand hier fünfzig Gulden kriegt und ein anderer da und allein achtzehnsechzig sind sie über sieben tausend Gesuche an Ludwig gekommen und die Hälfte von denen hat er sofort genehmigt.
00:11:38: Also man muss sich das vorstellen, was das allein für Arbeit bedeutet, was das aber auch für eine Tradition ist, die glaube ich bis heute sehr wirkt auch.
00:11:45: Und auch der Herzog Franz immer am Jahresende ganz große Stiftungen nochmal macht.
00:11:49: Also neben der Kunst immer das soziale, genau wie eigentlich bei diesem Ur-Ur-Ur Großvater.
00:11:56: Und jetzt habt ihr recherchiert oder habt ihr seit auf den Spuren gewandelt eines Films?
00:12:01: Ja.
00:12:02: Dann vielleicht doch endlich Anfang nächsten Jahres auch in Deutschland in die Kinos kommt.
00:12:07: Ja, als wir dort waren, hat Prinz Ludwig eben einen Telefonanruf bekommen und endlich war das Datum für den Kinostart in Deutschland und in den USA klar.
00:12:16: Ich will jetzt das hier nicht, also ich weiß noch nicht genau.
00:12:18: Nicht
00:12:18: das, sondern noch mal verstorben wird.
00:12:19: Ganz, ganz genauen Termin würde ich jetzt hier nicht preisgeben.
00:12:22: Das muss schon eher machen, aber es wird im Februar sein und man konnte ihm auch Wirklich ansehen, dass er auch sehr froh war.
00:12:29: Das hat eine Weile gedauert, bis der Termin stand.
00:12:32: Und da wurde eben ein wirklich ganz grandioser Film gedreht, der heißt Navi.
00:12:37: Das Besondere ist, dafür wurden einheimische Schauspielerinnen und Schauspieler gekastet, junge Menschen in den Dörfern der Turkane.
00:12:45: Das muss man sich mal vorstellen.
00:12:46: Und es ist ein Spielfilm entstanden.
00:12:49: Das Skript für diesen Spielfilm hat auch eine Frau von dort geschrieben.
00:12:54: Eine junge Frau, die so hervorragend die Geschichten von dort erzählt hat.
00:12:58: Ausgeschrieben war ein Wettbewerb an den Schulen, mit der erst mal dem Gedanken eine kürzere Sache zu machen.
00:13:06: Und dann kam etwas heraus, was einen Spielfilm zu dem dort sehr virulenten Thema Zwangsverheiratung junger Mädchen ergeben hat.
00:13:16: Also, das ist das Thema, das die dortige Bevölkerung selber für diesen Film auf die Agenda setzen wollte, weil Die Hauptdarstellerin, die durften wir dort treffen und begleiten, Michelle heißt sie, eine Sechzehnjährige, die hat gesagt, sie selbst hatte das Glück, zwei Eltern zu haben, die Schulbildung für wichtig halten, sie betrifft dieses Thema nicht sehr, aber sehr wohl mitbekommen.
00:13:41: Dass Klasskameradinnen immer wieder einfach nicht mehr in den Unterricht zurückgekommen sind, die sind verschwunden.
00:13:47: und dann war eben klar, so ein Mädchen, vierzehn Jahre alt vielleicht, wurde eine Mann, fünfzig Jahre alt vielleicht.
00:13:54: verheiratet.
00:13:55: Für einen Brautpreis, der sich dann hagenau bemisst in so und so vielen Ziegen, in so und so vielen Kamelen.
00:14:03: Und da bist du dann verkauft als junges Mädchen.
00:14:06: Und diese Wirklichkeit zeigt dieser Film.
00:14:10: Ich will jetzt nicht zu viel verraten, denn man soll ihn sich durchaus hier im Kino anschauen.
00:14:15: Es ist ein sehr, sehr guter, beeindruckender Film, auch ein wichtiger Film.
00:14:20: Und ja, im Vorfeld dieses Kinostarts durften wir eben dorthin und ja, die Kollegen werden berichten in ihren jeweiligen Medien.
00:14:30: Wir haben ihn ja damals dort sehen dürfen.
00:14:32: Das war sehr lustig, denn in diesem Projekt, wo eben dieses Mädchen, glaube ich, auch zur Schule oder eine Ausbildung gemacht hat, also ist er, glaube ich, tatsächlich auch bei den Learning Lions gewesen, wenn mich nicht alles täuscht, aber auf jeden Fall aus diesem Dorf und haben diesen Film angeschaut, weil der Prinz Ludwig uns ungefähr fünfzehnmal gefragt hat, ob wir der nicht vielleicht wollen und wir waren ja nur zwei Tage da und dachten jetzt einen Film gucken, wenn wir jetzt gerade da sind.
00:14:54: Und dann haben wir es aber doch gemacht und haben es echt nicht bereut, weil es ist auch eine gute Geschichte.
00:14:59: Diese Geschichte ist auch unglaublich gut erzählt, finde ich.
00:15:03: Und dieses Mädchen ist so süß in dem Film.
00:15:07: Vor allem ist es ja so, dass es eine für diese Region, in der er eben Tätik ist eine sehr, sehr wichtige Erzählung ist, die unbedingt erzählt werden muss, denn in Kenia ist natürlich Kinderheirat verboten.
00:15:20: Dennoch ist es nach wie vor Tradition und es ist auch nach wie vor einfach.
00:15:24: teilweise in dem Überlebenskampf, der dort durchaus hart ist, wird es als Notwendigkeit betrachtet, obwohl allen, die das machen, bewusst ist.
00:15:33: Es ist illegal und es ist auch eigentlich nicht von gutem, aber dennoch findet es noch statt.
00:15:39: Es sind auch die Mädchen, die da jetzt sehr stark aufbegehren.
00:15:42: Und wir haben da Mädchen getroffen, die durchaus ihre eigene Stimme haben, so eine Sechzehnjährige, die sich hinstellt und ganz deutlich in perfektem Englisch sagt, warum sie das nicht wollen und dass sie zur Schule gehen will.
00:15:54: Und dass sie ihr eigenes Geld verdienen will und wie sie sich ihr Leben vorstellt und dass das auch für alle anderen Mädchen dort gelten soll.
00:16:01: Und das ist ja ein gemeinsames Anliegen eben von Prinz Ludwig mit dem Höchstverein Nymphenburg und von Missio.
00:16:07: denn wir sind auch in diversen Projekten in der Region mit der Diözese Lottwa zusammen dort für die Stärkung von den Mädchentätik und darum unterstützen wir das und sind ein Partner für ihn in dieser gemeinsamen Kampagne, die natürlich viel mehr Partner hat, denn um so ein Phänomen ein bisschen anzugehen, man wird es nie beenden können, aber um zu helfen darin braucht es viele, viele Leute.
00:16:33: Also er hat nicht nur diesen Film mit unterstützt, sondern wenn man jetzt auch die Homepage des Films geht, gibt es so verschiedene Ansätze für Hilfsprojekte.
00:16:41: Und da seid ihr jetzt mit drin, oder?
00:16:43: Da sind wir sogenannte implementierender Partner, weil wir sind ja die Struktur dort auch mit.
00:16:48: Wir unterstützen die Struktur vor Ort und unsere Leute arbeiten.
00:16:52: Wir arbeiten da Hand in Hand.
00:16:54: Wir sind da für ihn ein Partner, genau.
00:16:56: Was
00:16:56: wird da genau gemacht?
00:16:57: Wie unterstützt ihr?
00:16:58: Oder welche Projektpartner unterstützt ihr?
00:17:00: So muss uns ja eigentlich immer formulieren.
00:17:02: Genau.
00:17:02: Es
00:17:02: wird verschiedene Dinge geben.
00:17:04: Also teilweise sind es Dinge, die künftig entstehen werden.
00:17:08: Also es soll weitere Schulen geben, in denen Mission München sich dann mit bestimmten Teilbereichen mit finanziell beteiligen wird.
00:17:17: Dann, was wir jetzt schon tun in der Region, da waren wir dann auch im weiteren Teil der Reise.
00:17:22: Wir haben auch das große Flüchtlingslager Kakuma.
00:17:26: Besucht und dort arbeiten wir mit dem Jesuiten Flüchtlingsdienst zusammen.
00:17:30: Es sind dreihundertfünfundzwanzigtausend Menschen, die dort leben.
00:17:35: Und die dort, man kann nicht sagen, die dort leben, denn die pendeln, wenn die Menschen aus dieser Region die Dürre zu sehr in den Hungers totfasst treibt, kommen die in dieses Flüchtlingscamp, um noch das Allernotwendigste vielleicht vorfinden zu können.
00:17:52: Und da gibt es wirklich Wirklichkeiten.
00:17:56: Eine Familie hat ein Kind, das es nicht ernähren kann, die bringt das in dieses Camp, lässt es dort und kommt vielleicht ein Jahr später wieder mal vorbei.
00:18:03: Solche Dinge finden da statt.
00:18:05: Und wir unterstützen über unsere Struktur vor Ort, in dem Fall den Jesuiten Flüchtlingsdienst eben auch die Möglichkeiten für Mädchen, dort nicht unterzugehen, sagen wir es mal so, mit allem, was da notwendig ist.
00:18:19: Das spielt auch wieder zusammen.
00:18:20: In Ludwigs Programm den Learning Lions sitzen ganz viele Leute, die die Chance hatten, aus diesem Flüchtlingscamp Kakuma herauszukommen und bei ihm diese Kurse zu machen.
00:18:32: Dort wird sozusagen ausgeschrieben, die junge Leute können sich bewerben und dann kommen die und können bei ihm möglicherweise Graphic Designer, also sie können Grafiker werden, sie lernen IT-Fähigkeiten, sie können mittels des Internets aus der Region dort arbeiten.
00:18:50: Und das ist eben die Verbindung auch ins Flüchtling.
00:18:52: Also so
00:18:52: Webdesign und solche Sachen lernen und solche Sachen.
00:18:55: Also alles, was man wirklich international brauchen kann.
00:18:57: Genau, das funktioniert dann.
00:18:58: Also uns haben viele der jungen Leute eben geschildert, dass sie Jobs schon bekommen.
00:19:02: Das sind globale Firmen, die dann dort in der Turkane Aufträge vergeben.
00:19:08: Und Frau Kraus, was glauben Sie, ist der Prinz Ludwig ein würdiger Nachfolger von Ludwig I?
00:19:15: Naja, ich denke mal, diese... Art, sich zu engagieren, das ist sicherlich etwas, was da die Gemeinsamkeit ist.
00:19:23: Ich glaube, es ist auch ein würdiger Linie, die zum Herzog Franz führt, dem jetzigen Haus Wittelsbach, der ja auch sich für Museen intensiv engagiert hat, der auch überhaupt zu diesem sozialen künstlerischen Engagement sehr gut passt.
00:19:36: Also insofern passt das sehr gut in die Linie.
00:19:39: Und eine letzte Frage, Barbara.
00:19:41: Als ich da war, haben wir auch die Gala Leserinnen und dieses Klientel bedient, weil da gerade durchgesäkert war, dass der Prinz Ludwig Papa wird.
00:19:51: Gab's denn diesmal auch was für die Klatschspalten?
00:19:55: Also ich glaube, sehr zu Recht hält er sich sehr zurück mit seinem Privatleben, denn er hat an anderer Stelle mal gesagt, was man mal einem Journalisten gesagt hat, das muss man allen anderen Journalisten danach auch wieder erzählen.
00:20:08: Also ich würde jetzt nichts Neues da kolportieren.
00:20:11: Da heraus, aber ich kann sagen, es war den Abendwirt auch ich nicht vergessen.
00:20:16: Wir saßen bei ihm unter dem Sternenhimmel, durften dort Abendessen und er hat schon ein wenig erzählt, wie es ihm so geht, aber das werde ich hier für mich behalten, weil ich glaube, so hatte er das auch gedacht.
00:20:29: Na gut, sei es ihm gegönnt.
00:20:32: Das war es eigentlich auch schon wieder mit unserer zweiten Dezemberfolge.
00:20:37: Wir wissen diesmal schon, was in Januar passieren soll, Barbara.
00:20:40: Ja, im Januar geht es nach Burkina Faso, also nach Westafrika.
00:20:46: Dort war unser Missiopräsident auf einer mehrtägigen Reise.
00:20:51: Man kann sagen eine Solidaritätsreise, weil die Region ungeheuer angespannt ist.
00:20:55: Er hatte teilweise bewaffneten Begleitschutz.
00:20:59: Und ja, er wird gemeinsam mit dem Redakteur Christian Selbherr kommen.
00:21:03: Christian war der, der aus der Redaktion zuletzt Burkina bereist hat und auch immer wieder ganz enge mitverfolgt, wie sich das Land und die Region drumherum entwickelt.
00:21:14: Das war eine unserer ersten Folgen,
00:21:16: die
00:21:16: Bukina Faso, weil ihr in dem Jahr, als ihr angefangen habt, den Schwerpunkt Westafrika hattet und Bukina Faso war Einzelnänder, über das wir gesprochen haben.
00:21:24: Das Land der aufrechten Menschen, das Land, in dem Religionsfreiheit eigentlich auch recht lange und sehr bewusst gelebt worden ist.
00:21:33: Ich fürchte so ein bisschen, müssen wir jetzt die Verlangenheitsform benutzen.
00:21:37: Das werdet ihr von den beiden, die dazu mehr Wissen erfahren.
00:21:40: Dazu möchte ich jetzt noch gar nichts sagen.
00:21:42: Okay.
00:21:43: Ich bedanke mich auf jeden Fall bei zwei reiselustigen Frauen.
00:21:47: Bei Professor Marita Krauss für die wunderbare Reise in die Geschichte.
00:21:51: Vielen Dank.
00:21:52: Schön dabei zu sein.
00:21:53: Bei Barbara Bussner.
00:21:55: Ja, vielen Dank auch.
00:21:56: Hat sehr viel Spaß gemacht und ich habe sehr, sehr viel gelernt.
00:21:59: Und ich auch.
00:22:00: Und auch dafür bedanke ich mich.
00:22:02: Und sagt Tschüss, bis zum nächsten Mal.
00:22:04: Dricketisch raus.
00:22:06: Das war
00:22:07: Reisewarnung mit M. München unterwegs in Afrika,
00:22:10: Asien und Ozeanien.
00:22:12: Ein Podcast von M. München produziert vom katholischen Medienhaus St.
00:22:15: Michaelsbud.
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