Philippinen: Stifter und missio-Geschäftsführerin erleben, wie Geld Gutes tut
Shownotes
Beide haben normalerweise mit Zahlen zu tun: missio-Geschäftsführerin Stephanie Brücks und Uli Holdenried, der eine Stiftung gegründet hat, mit der er unter anderem Projekte auf den Philippinen unterstützt. Als Stifter hat er diese Projekte schon oft besucht – anders die Frau, die beim katholischen Hilfswerk die Verwaltung leitet. Jetzt waren beide zusammen unterwegs und berichten in dieser Folge, wie die persönlichen Begegnungen mit den Menschen, denen geholfen wird, aber auch mit den Projektpartnern ihren Blick auf die Welt verändert haben.
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00:00:00:
00:00:13: Hallo und herzlich willkommen zu unserer ersten Märzfolge der Reisewarnung.
00:00:18: Ja, ich habe heute zwei Gäste hier bei mir im Studio.
00:00:21: Der eine war schon oft auf den Philippinen um zu schauen was sein Geld dort bewirkt.
00:00:26: die andere kümmert sich hauptberuflich darum dass das Geld Gutes tun kann aber vor Ort war sie noch nie Bis jetzt!
00:00:35: Gerade kommen die beiden von einer gemeinsamen Reise zurück.
00:00:38: Sie waren mit einer Delegation auf den Philippinen, heute sind sie bei mir im Studio.
00:00:42: Nämlich die Geschäftsführerin Stefanie Bux.
00:00:45: Hallo
00:00:46: Ja schön guten Tag
00:00:47: Und Uli Roldenried
00:00:48: Guten Tag.
00:00:49: Sind Sie eigentlich schon wieder hier richtig angekommen?
00:00:52: Also körperlich klar aber der Rest von Ihnen?
00:00:55: Ähm ja, paar Tage Chatlet und alles war gut.
00:01:00: Und bei Ihnen, Frau Brüggs?
00:01:00: Ich habe sowieso keinen durchgängigen Schlaf.
00:01:03: Also bei mir kam der Chatel gar nichts zur Wirkung weil ich sowieso viel wacht bin.
00:01:07: Es ist ja auch eigentlich kaum zu glauben dass sie noch nie ein Projekt besucht haben.
00:01:10: Wie geht es ihnen denn jetzt mit den neuen Erfahrungen?
00:01:14: Also theoretisch wissen die alles über die Projekte.
00:01:16: Sie kennen die Zahlen Sie wissen wo die Hilfe angesetzt wird.
00:01:19: Sie haben wahrscheinlich auch schon die Namen der Projektpartner vorher mal gelesen und ich gehe mal davon aus Dass sie auch regelmäßig das Mission Magazin lesen und die Reisewarnung hören.
00:01:29: Ganz ganz anders, wenn man dann tatsächlich vor Ort ist.
00:01:32: Ja ich sehe mir ja die Projekte eher mal von Finanz- und Sachberichten an und sehe was da bewirkt werden soll.
00:01:40: aber wenn man eben in den Austauschgerät mit denen verantwortlichen Vororten sieht welche Hindernisse da auch zu bewältigen sind und eben auch die Personen kennenlernen die von dem Projekt profitieren und wie sie aufleben und eben eine Zukunft Erhalten können durch diese Finanzierung, das macht schon was mit einem.
00:02:01: Dafür ist man sehr dankbar.
00:02:03: Können Sie es irgendwie erklären?
00:02:05: Was ich mit Ihnen gemacht habe?
00:02:06: Sehen sie irgendwas jetzt anders oder haben Sie ein anderes Gefühl wenn Sie irgendetwas sehen?
00:02:10: Ja also ich hab schon gesagt auch einmal in einem Gespräch Es ist im Prinzip nur einen Tropfen auf den heißen Stein aber vielleicht braucht's den einen tropfen.
00:02:19: Ja, wenn man einen stillen See vor sich hat und es fällt eintropfen rein dann schlägt der Wellen kleine Wellen.
00:02:25: Und das ist so das vielleicht was wir eben schaffen mit unseren Projekten dass sich in ganz kleinen Schritten etwas über Multiplikatoren doch verändern wird.
00:02:33: Das dauert viele Jahre Jahrzehnte wahrscheinlich aber irgendwo muss man anfangen
00:02:38: und für die einzelnen Menschen denen geholfen wird's änderts die Welt
00:02:41: ja auf jeden Fall.
00:02:42: also ein Profi in der Verwaltung kann man sagen Aber ein Greenhorn beim Reisen zu den Projekten kann man so zusammenfassen?
00:02:50: Neuling.
00:02:52: Ja, neuling!
00:02:53: Also eigentlich ist es ja auch Herr Holdenrieder gesagt hat, Mensch Frau Brüchse können nicht nur irgendwie in ihrem Schreibtisch sitzen und auf diese Projekte
00:02:59: gucken oder
00:03:00: so verteilen Sie müssen da mal mitfahren.
00:03:03: Eigentlich hatten wir das schon vor einem Jahr vor und das ist aber aus verschiedenen zeitlichen Gründen nicht gegangen Und ich sehe meine Hauptaufgabe eigentlich darin naja... Es gibt ja auch den Präsidenten und Seniore Huber, der sozusagen das Gesicht nach außen ist.
00:03:18: Der viel unterwegs ist in den Partnerländern bei den Projekten usw.
00:03:23: Und meine Aufgabe sehe ich eher – Ich organisiere alles und halt eben den Rücken frei!
00:03:28: Das ist nicht mein Haupt mehr anliegen oder dass ich da irgendwo hin muss aber es ist einfach gut zu sehen was passiert dort vor Ort?
00:03:38: Was sind da vielleicht Probleme?
00:03:40: Wo können wir sie vielleicht unterstützen?
00:03:42: Weil ich komme eher aus diesem Finanz- und Kontrollbereich.
00:03:44: Und das ist immer so, wo haben die vielleicht Probleme?
00:03:47: einfach das was wir eben nachweisen müssen auch so darzustellen.
00:03:51: Wir müssen ja nachweisen dass diese Mitte, die wir erhalten von unseren Spendern und Stiftern, dass sie zweckentsprechend verwendet werden.
00:03:58: Das ist eben ein sehr aufwändiger Prozess.
00:04:00: das Nachzuweisen mecker ich da schon immer mal so ein bisschen, das reicht jetzt nicht und kommt mir damit aus.
00:04:07: Und es muss eben gut funktionieren.
00:04:08: aber wenn man dann vor Ort ist und sieht welche Schwierigkeiten die dort haben ja dass eben nachzuvollziehen weil da einfach ganz andere Rechnungslegung Grundsätze sind Dann ist vielleicht so wie kommen wir dann zueinander kommen?
00:04:18: Ja womit können wir noch mitgehen und was können sie uns doch liefern?
00:04:23: dass beide zufrieden sind.
00:04:25: Aber ich hatte jetzt gerade noch ein bisschen raus gehört dass es sich schon auch so gereizt hat Nachdem Sie beide drüber gesprochen haben.
00:04:30: Das ist einmal nicht nur von der Rechnerischen Seite zu sehen, sondern die Menschen dahinter kennenzulernen.
00:04:35: Ja
00:04:36: auf jeden Fall und ich war sehr sehr positiv überrascht einfach von den Menschen die man dort kennen gelernt hat also nicht nur bei dem Projekten, sondern eigentlich viele positive Wahrnehmungen.
00:04:47: Aber Herr Hollenried Sie sind quasi dafür verantwortlich dass die Frau Brügs einfach mal mitgekommen
00:04:53: ist.
00:04:56: Sie haben nämlich schon vor einigen Jahren eine Stiftung gegründet und unterstützen verschiedene Projekte im Inland und im Ausland.
00:05:04: Und bevor wir darüber reden, wie es dazu kamen dass sie mit Missio zusammenprojekt unterstützen erstmal die Frage Wie oft haben Sie jetzt eigentlich die Philippinen schon besucht also die Projekten die sie dort unterstützen?
00:05:15: Es ist fünftimal.
00:05:16: inzwischen habe ich auch einige meine Familienmitglieder nicht einen Neffen mitgenommen weil ich glaube Was es für mich war, das erste Mal auf die Philippinen alles so zu sehen.
00:05:28: Das war im Jahr Zwei-Tausend-Fünfzehn.
00:05:30: Das hat mit mir was gemacht als Mensch und als Stifter wenn man so sagen will.
00:05:36: Das ist so die Zeitrechnung.
00:05:37: unsere Stiftungen gibt's bei Zwei Tausend Elf Und ab Zweitausend Fünften kam ich zurück und habe gesagt wir müssen das ganz anders und stärker machen.
00:05:47: Das heißt unsere Stichtungsarbeit hat sich damit geändert.
00:05:51: Also
00:05:51: die Stiftung gibt schon länger?
00:05:54: Und dann sind Sie hingefahren und haben gesagt, sie müssen es ändern.
00:05:58: Missio München hat mich eingeladen.
00:06:00: Wollen Sie nicht mal zu einem der Projekte?
00:06:02: Ich hatte ein Projekt, das ich schon etwas unterstützt hatte.
00:06:07: Wollten Sie nicht einmal mitfahren?
00:06:08: Das war so ein behinderten Projekt ... nördlich von Manila und der Tag hat wirklich bei mir was bewirkt.
00:06:17: Das war nur ein Tag, indem Sie
00:06:19: da in diesem Projekt waren?
00:06:20: Nein, wir waren eine Woche, aber dieses eine Projekt ...
00:06:22: Das meine ich!
00:06:23: In diesen Projekt waren sie noch einen Tag.
00:06:24: Da waren ja noch einen tag.
00:06:25: das waren irgendwie fünf Stationen wo wir hauptsächlich mit ihren behinderten Kindern besucht haben und gehört haben wie die lokale Gemeinde sie aktiv versucht hat im Alltag zu unterstützen Und das war einfach ein überwältigendes Erlebnis.
00:06:44: und da reicht einen Tag, dass sie ihre ganze Einstellung oder ihre ganze Perspektive auf sowas auch auf die ganze Stiftungsarbeit, die wir machen, ändern.
00:06:56: Was genau hat Sie da so berührt?
00:06:58: Können Sie sich daran noch erinnern?
00:07:00: Das ist schwer in Worte zu fassen aber wenn Sie vor irgendwelchen... es waren Gruppen mit zwanzig dreißig Mitteln die voller Stolz ihre geistig behinderten Kinder gezeigt haben.
00:07:11: Und mir gezeigt haben, was sie jetzt können.
00:07:13: oder wenn Sie in Zeichenssprache versuchen mit einer Taubstumme Mädchen zu kommunizieren.
00:07:21: Wenn sie das nicht berührt dann haben es ein Problem.
00:07:26: Das war das erste Mal als Sie hingefahren sind, im Jahr zweitausendfünfzehnt, die Stiftung gegründet.
00:07:32: Genau!
00:07:32: Wie kam es hin dazu dass Sie mit Mission München zusammen bearbeitet haben?
00:07:35: Totaler
00:07:36: Zufall
00:07:37: Weil Sie haben ja das sehr breit gestreut.
00:07:39: Ich habe eben schon gesagt, Sie helfen in Inland und im Ausland?
00:07:41: Und bisschen München ist einer der Partner?
00:07:44: Ja wir haben ohne da zu weit auszuholen eine so genannte Partner-Strategie.
00:07:50: Wir machen im Inland circa fünfzig Prozent unserer Spenden und fünfzig prozentem Ausland.
00:07:57: Nachdem ich Diplom kaufe, wenn eigentlich eher aus der Kontrollingsseite komme was sich jahrelang gemacht hat habe ich gesagt, naja, ich brauche hier Leute die wirklich was davon verstehen.
00:08:10: Verstehen wo die Projekte sind, wo wirklich die Not am schlimmsten ist und so weiter.
00:08:15: Und so kam ich wirklich durch Zufall zu.
00:08:16: Michio München, der damalige Kollegin von der Stephanie Brüx hat mich mehr oder weniger überzeugt.
00:08:23: Schauen Sie doch dieses und jenes Projekt mal an!
00:08:27: Und irgendwie kam dann über die Jahre also vor allem durch diese Reise habe ich dann gesagt, wir können nicht überall tätig sein und hier ein bisschen dappen.
00:08:40: Sondern mir machen jetzt nur noch Projekte auf den Philippinen.
00:08:43: Da gibt es keine irgendwie wissenschaftliche Studie dazu oder eine große Diskussion.
00:08:49: Das war einfach... das machen wir jetzt.
00:08:51: Ist doch so ne Herzensentscheidung nachdem Sie dort gewesen sind und gesagt haben?
00:08:55: Ja!
00:08:55: Und die zweite Entscheidung, die glaubt eben also eine klare Partnerstrategie und da ist Dimitia München eben Die Organisation, die unsere Stiftung erlaubt, lokal was zu bewirken.
00:09:07: Und der weitere in dieser Mehrwertkette der nächste Partneröstern ist dann die lokale Organisation.
00:09:13: Das sind entweder die Schwestern oder einfach die lokalen Organisationen, die wirklich mit den Kindern arbeiten und das Ganze organisiert.
00:09:23: Wie gut diese entscheidet in erster Linie!
00:09:27: wie viel Wirkung dann beiden Familien und Kindern erzielt werden kann.
00:09:31: Das heißt, sie sind erstmal ganz intellektuell und auch wirklich rein von den Zahlen daran gegangen wo kann ich helfen?
00:09:36: was ist jetzt vom Ansatz her sinnvoll?
00:09:38: Und dann sind Sie hingefahren und haben gesehen Mensch das funktioniert gut weil da Menschen dahinter stehen die immer dort sind.
00:09:46: Also für mich ist es notwendig bei Stiftungsarbeit oder bei gemeinnütziger Arbeit dass zwei Komponenten zusammenkommen.
00:09:56: Sie brauchen Menschen, die mit Engagement bei der Sache sind.
00:09:59: Das ist eine sehr emotionale Sache und deswegen sage ich gerne auch Stiften ist emotional.
00:10:05: Irgendwo muss auch die Arbeit von der Stephanie Brüch's emotionalen Komponente sein und das zweite Komponent oder zweites Fachkompetenz und Professionalität.
00:10:20: also ich schaue absolut drauf Wissen die, was sie machen?
00:10:24: Oder sind sie nur also auch lokal auf den Philippinen in den Projekten.
00:10:29: Sind die Damen und Herren, die dort vor Ort aktiv sind, sind die nicht nur begeistert und betroffen, sondern können die etwas haben.
00:10:38: Die habe eine Ahnung von Betreuung von Kindern, haben die eine Ahnung von Organisationen.
00:10:44: Das ist eine Organisation, die professionell aufgestellt sein müssen.
00:10:48: Da sind Personalfragen zu klären da sind eine Krise nach der anderen.
00:10:53: Jedes der Kinder kommt mit einer eigenen Geschichte,
00:10:56: d.h.,
00:10:56: da muss Führungsqualität vorhanden sein und das haben wir
00:11:01: zuhaufgesehen.".
00:11:02: Das ist Ihnen dann bei den Reisen so richtig bewusst geworden?
00:11:06: Und jetzt schämen Sie Ihre ganze Familie mit damit die auch überzeugt werden oder wie verstehst du
00:11:09: es?".
00:11:10: Es sind zwei Dinge.
00:11:11: Ja, vieles über Stiftungsarbeit habe ich selbst Studium.
00:11:15: Trial and Error habe ich mir angeeignet Und ich glaube, dass diese Reisen mit wirklich den Besuchern der einzelnen Projekten und sie haben da einen Tag wenn Sie ein Projekt sind.
00:11:27: Und es sind wirklich tief drin versuchen zu verstehen wie die Arbeit abläuft, wie der Tag abläuft.
00:11:33: Wenn sie das interessiert.
00:11:35: Das mich interessiert's.
00:11:36: Ja!
00:11:36: Das Zweite ist die Komponente, warum schleppe ich Familienmitglieder damit?
00:11:40: Ganz einfach... Ich hoffe, dass irgendwann mal meine Stiftung Zum Teil jetzt schon, aber vor allem in der Zukunft dann von Familienmitgliedern weitergeführt wird.
00:11:51: Und das geht nicht nur, obwohl einige der Familienmitlieder auch Diplomkaufleute sind und eigentlich vom Verwaltungsfach kommen.
00:12:00: Aber es geht nur wenn sie auch verstehen was hier abläuft und warum das so ist.
00:12:05: Warum spendet man?
00:12:06: Warum hat man eine Stiftung?
00:12:08: Und da kommen wir wieder zu dem ursprüngliche Aussage zurück.
00:12:12: Das hat eine emotionale Komponente
00:12:15: Aber die Frage ist trotzdem spannend.
00:12:17: Warum spenden Sie?
00:12:19: Also das ist, glaube ich, die erste Frage.
00:12:22: Das muss jeder für sich selbst irgendwo beantworten.
00:12:25: Das ist die Frage ob ich was hergebe.
00:12:29: Immer so schön sagt er.
00:12:31: Ja, man hat ja meistens ein Motiv dahinter oder eine Einstellung oder einen Blick auf die Welt.
00:12:35: Ja mit Sicherheit glaube ich dass entweder an einen herangetragen wird oder dass irgendwo auch schon im Elternhaus einem mitgegeben wird dass man schlichtweg eine gewisse Sensitivität gegenüber der Tatsache entwickelt.
00:12:50: Warum geht es mir so gut?
00:12:52: Und ich hatte auf meinen reisen, geschäftlichen Reisen weltweit, hatte ich eben durchaus ab und zu mal die Möglichkeit nicht nur im Luxushotel in Bangkok zu sein sondern auch mal außen rumzulaufen zum Beispiel und zu sehen ja Moment, Moment, hier geht's anderszu als in München oder so.
00:13:13: Das hat uns eigentlich, also meine Frau und mich dazu getrickelt, dass wir sagen okay.
00:13:18: Und das Motto unserer Stiftung heißt einfach was tun?
00:13:21: Insofern ist es eigentlich schon der Ausdruck dessen, dass mir sagen wir wissen nicht genau was inzwischen wiss man das und wir wissen auch wie wir's machen wollen.
00:13:30: aber am Anfang war tatsächlich ob wollen sie was machen ja oder nein?
00:13:33: und das muss jeder für sich selbst entscheiden.
00:13:36: Frau Brüngs, ist das auch so ein Beweggrund?
00:13:37: Also für Sie jetzt sich beim Missing zu engagieren.
00:13:39: Für Sie dann auch zu sagen es gibt unterschiedliche Startchancen für Menschen?
00:13:44: Nein also ich... Ich bin sozusagen schon sehr katholisch geprägt.
00:13:48: Hätte zwar auch eine gebrochene katholsche Laufbahn in den
00:13:52: Almergles
00:13:54: gesprochen, wo ich auch war.
00:13:56: Ich war ja früher bei der Deutschen Bischofskonferenz auch tätig und habe dann immer gesagt Ja, ich stand da manchen Dingen schon immer sehr kritisch gegenüber aber letzten Endes bin ich einfach kathologisch erzogen und gepräkt.
00:14:06: Und also hier in Deutschland haben wir Karitas oder Diakonie Also die tun was für die Menschen am Rande unserer Gesellschaft hier in Deutschland die weltkächlichen Organisationen, die tun eben das im Ausland.
00:14:20: Und ich habe in all meinen beruflichen Entscheidungen, ich wollte immer irgendwie wissen da ist ein Sinn und einen Zweck dahinter.
00:14:28: also was du machst es bewirkt dass irgendwo etwas dann besser wird oder läuft oder wie auch immer.
00:14:36: Weiß ich nicht, das war jetzt nie mein Karriereplan.
00:14:39: Irgendwann bist du immer Geschäftsführer bei mir.
00:14:42: Das war alles eigentlich sehr zufällig.
00:14:45: Aber wo ich dann dachte, dass ist eigentlich das was mich immer antreibt.
00:14:52: also ich habe auch früher schon immer gesagt oder ich hab auch meinen Sohn gesagt So wie ihr aufwachst und diesen Rückhalt, den ihr bekommt.
00:14:59: Also ihr habt den emotionalen finanziellen Rückhalt alles.
00:15:03: also da sind eure Eltern für euch da und aber habt immer die Augen auch auf.
00:15:07: nicht jeder hat das Glück in so eine Situation hinein geboren zu werden.
00:15:12: was auch immer ihr später macht habt den Blick auch offen.
00:15:15: es gibt andere schicksale.
00:15:17: Und habe auch selber gesagt ich bin hier in Deutschland aufgewachsen Ich durfte zur Schule gehen.
00:15:22: Ich darf meine Meinung sagen, ich darf wählen gehen.
00:15:27: Also ich kann mich frei bewegen.
00:15:28: also wir haben unglaublich viele Rechte hier in Deutschland machen uns es eigentlich gar nicht bewusst in welchem privilegierten Umfeld wir hier leben und wir erleben eigentlich mit unserem Projekt Partnern genau dass diese Privilegien dort nicht existieren ob das Menschenrechte sind die eingeschränkt sind Der Zugang zu Bildung, Gesundheit, Freiheit.
00:15:55: All das, ja und wo ich dann denke es ist einfach toll dass man ein Teil sein kann dessen der etwas Positives dort bewährt Und das ist für mich Antrieb.
00:16:04: also Ich habe viele schlaflose Nächte Ja weil mich irgendwas umtreibt Wo ich weiß oh da muss ich wieder irgendetwas machen und das da wieder nachsteuern oder da ist ein Problem und so weiter.
00:16:13: Aber wo ich denn denke Hey!
00:16:16: Ich hab jetzt trotzdem keinen Grund zu jammern.
00:16:18: Es treibt mich an, weil ich sage du könntest auch genau dort was es sich tausende von Kilometern entfernt sein und eine Person sein die profitiert von so einem Projekt das einer ausländische Organisation finanziert.
00:16:30: Also es motiviert mich einfach und macht mich unglaublich dankbar dass ich das hier machen kann und natürlich immer so die Hoffnung Ich mach's richtig und aber eben aus diesem christlichen Beweggrund also der Nächstenliebe.
00:16:43: Und jetzt haben sie vor Ort gesehen?
00:16:46: Und haben Sie zu diesen theoretischen, idealen Menschen vor Augen?
00:16:51: Ja.
00:16:52: Also ich teile das gerne so ein bisschen auf wenn ich über diese Reise zurückdenke.
00:16:59: Das eine ist sie sehen tatsächlich katastrophale Verhältnisse wo man fragt Wo ist der Staat?
00:17:06: Das Problem ist wir werden sprechen sollen wenn sie auf die Philippinen gehen, wo ist der Start Und die Verhältnisse, und wir waren auf Friedhöfen nur Menschenleben.
00:17:14: Wir waren auf Müll halten, wo Menschen daneben leben
00:17:18: usw.,
00:17:19: das macht einen ganz tief betroffen.
00:17:21: Da laufen sie weg, da machen sie auch nachts immer wieder auf weil die Bilder sind nicht irgendwo nur digital weggespeichert sondern diese sind schlichtweg im Gedächtnis.
00:17:32: Das ist ja der eine Punkt!
00:17:34: Die Hilflosigkeit die man dabei empfindet stellt sich auch ein.
00:17:39: Das heißt, der Stephanie Brüggsprach von Kopf und auf den heißen Stein oder das ist man kann auch sagen die Erwoten anfangen.
00:17:46: Aber da muss ich eben sagen wir haben die ursprüngliche Entscheidung gefällt.
00:17:51: Wir haben angefangen.
00:17:53: Wir fangen an!
00:17:54: Und es wird nicht mehr hinterfragt.
00:17:58: Das zweite ist dann wirklich was ein berührt in den Projekten.
00:18:03: Das heißt wo Menschen schon dran arbeiten etwas besser zu machen an den Verhältnissen.
00:18:09: Da gibt es, ich nenne die gerne, die Local Heroes.
00:18:12: Die Helden sind die Leute, die mit Engagement und Professionalität wirklich Veränderungen versuchen voranzutreiben zum Teil auch politisch aktiv, indem sie demonstrieren, indem Sie auch an Projekten aktiv sind aber eben dann diesen zwanzig dreißigvierzig Mädchen konkret helfen wieder auf die Bahn zu kommen.
00:18:37: Sie haben gerade ein konkretes Gesicht vor Augen, oder?
00:18:40: Ich habe ein paar, die immer wieder da sind.
00:18:43: Das allererste Mädchen war Angel, interessanter Name und Gesicht, das man nicht vergisst im Rollstuhl.
00:18:52: Die in einem der Projekte in Bukit Kapatan nennt sich das Projekt, die dort jahrelang war jetzt wohl nicht mehr, wir haben sie diesmal nicht gesehen.
00:19:01: ich bin da die Jahre später, bin ich immer wieder heben Und zuerst habe ich geschaut, wo ist Eintl.
00:19:08: Darf ich da ergänzen?
00:19:10: Ich hatte mir natürlich vor der Abreise gedacht, was passiert damit dir auf der Reise?
00:19:14: Wie wirst du zurückkommen?
00:19:15: Wird es dich rundlegend verändern oder so erschüttert sein ... Oder was passiert mit mir?
00:19:20: Also ich war
00:19:22: in Sicherheitsangst.
00:19:25: Was passiert da?
00:19:26: Berührungsangst hatte ich überhaupt nicht!
00:19:28: Das war zum Beispiel auch, dass wir bei den Friedhofsfamilien waren und dann Junge, dann kommt und hier an die Hand nehmt.
00:19:37: Ich zeig dir damals was und komm mal da rüber usw.
00:19:41: Da war null Berührungsangst.
00:19:44: Wo wir natürlich Hygiene von der Hattika Gottes willen ... Hat er sich jemals die Hände gewaschen in net frischem Wasser?
00:19:49: Oder wann hat er das letzte Mal die Händen gewascht?
00:19:52: Ich hatte keinen Ekel oder sonst irgendwas, aber er war gar nicht so.
00:19:55: Da zeigt mir jetzt ein kleiner Junge etwas für ihn wichtig ist, was er meint, mir zeigen zu müssen.
00:19:59: Das fand ich sehr berührend!
00:20:01: Es war aber auch so egal, wo wir waren.
00:20:04: Wir haben sehr viele sehr schlimme Viertelslamms gesehen.
00:20:08: also wirklich, wo man denkt das ist der Wahnsinn was da an Müll liegt oder eine Sterne Katze liegt auf dem Boden kein Mensch kümmert sich ja diese unfassbare Dreck die überall zu sehen ist auch dieser Müll und man denkt Buh warum macht er keiner was?
00:20:24: Und was mich dann aber auch?
00:20:25: also wo ich dann wirklich das erste Mal auch geweint habe.
00:20:28: Und ich glaube, das war in Hablondavani da war kein Auge trocken.
00:20:32: also wir wurden sehr herzlich immer empfangen.
00:20:34: und was eben auch schön ist wenn gebetet wird es wird viel gesungen und betanzt.
00:20:41: In Hablondervanie haben die ein Lied gesungen oder haben das für uns auch getextert und damit auch ihre Dankbarkeit ausgedrückt haben gesagt Im Prinzip ist es das erste Mal, also es waren eben missbrauchte Mädchen.
00:20:53: Die Jungs dabei elf und die älteste siebzehn Einmädchen war da, die hatte noch ihr einjähriges Baby mit dabei.
00:20:59: Missbraucht von den Vätern oder Stiefvätern oder von wem auch immer?
00:21:03: Und die dann... Also das fand ich dann eigentlich für mich so wahnsinnig!
00:21:09: Wenn man so eine Erfahrung hat, dann denkt man vielleicht Das ist meine Schuld oder das gehört so.
00:21:15: Oder woher sollen die denn wissen, dass es nicht geht?
00:21:17: Aber dann einfach diesen Mut aufzubringen sich einer Person an zu vertrauen vielleicht eine Lehrerin und zu sagen was zu Hause passiert den ganzen Stein ins Rollen zu bringen, dass man überhaupt in diesem Schutzzentrum ist Und dort das erste Mal erfährt Dass Es Nicht Normal Ist Dass Ein Mensch Mit einem Macht, was man will.
00:21:38: Dass man die Möglichkeit hat sich frei zu entfalten und zur Schule gehen kann, dass man eine Aussicht hat auf einen Beruf.
00:21:44: Ja?
00:21:45: Und ein geordnetes Leben!
00:21:46: Dass sie das dort das erste Mal erfahren haben.
00:21:49: Das ist für uns ja einfach so unvorstellbar in unseren Zwergen auch.
00:21:52: natürlich passiert es hier in Deutschland.
00:21:55: Aber dort ... das war so wirklich wo ich dachte, boah, da sind mir die Tränen schon runter gelaufen... Wenn ich das so rumgeguckt habe, da haben die meisten sich bei eben so verdrückt, so schnell war etwas weggewischt von der Wange.
00:22:06: Das war, also wo ich dann dachte ja es ist richtig das wir da sind und dass wir etwas machen.
00:22:12: Und die Mädchen einfach eine Chance auf Zukunft haben.
00:22:15: Und Monsignor Hubert letztes Jahr als er darauf nach Reise war sagte er er ist dort.
00:22:19: Jungen Frauen begegnet ihr als Mädchen in einem Schutzzentrum waren und jetzt dort arbeiten.
00:22:24: Ja, die es geschafft haben ein Ausbildung zu machen und sie jetzt dort sich einsetzen.
00:22:29: Andern denke ich toll!
00:22:30: Dass es funktioniert, dass es weitergeht.
00:22:32: Also dass man es... Also die Mädchens das geschafft haben.
00:22:35: Ich glaube es ist auch sehr wichtig, dass man über die Hoffnung spricht.
00:22:39: Ich war in einer kleinen Gesprächsrunde gerade in Hablon-Davani und dann habe ich gemerkt okay vielleicht fragt man mal umgekehrt herum und hab sie gefragt was Sie denn würden wollen?
00:22:53: Ja das war auch klipp und klar Lehrerinnen oder eine zweite war ebenfalls Lehrerin.
00:22:59: dritte war Freitätent Stewardess auf Deutsch.
00:23:05: Ja, auf Deutsch genau!
00:23:09: Und dann kam eine, die sagte Lawyer rechts in Wald und da musste ich nachfragen warum?
00:23:17: ja sie wollte dafür sorgen dass die Herrschaften die Kindermissbrauchen eine gerechte Strafe bekommen.
00:23:25: das ist jetzt meine Warte.
00:23:26: das ganze war ein Englisch aber da habe ich noch schön betroffen.
00:23:31: Da ist noch auch extrem, was man nicht so sieht an der Oberfläche.
00:23:35: Der ist auch noch extrem viel nicht verarbeitet.
00:23:38: Das, was die Mädchen mit sich rumtragen, da ist auch viel Wut, den noch da ist.
00:23:44: und wen wunderts?
00:23:45: Wenn man Einzelgeschichten dann im Detail mal hört natürlich nicht, haben wir zwanzig Aber einzelne Geschichten wurden uns, wenn er es einfach erzählt weniger von den Mädchens selbst weil sie eigentlich nicht drüber reden wollten.
00:23:58: Ja genau Die Betreuerinnen haben einen wirklichen Schutzkorb über diese Mädchen gestellt und sagen, ne fragt die nicht nach ihren Geschichten.
00:24:06: Erzählen ist gut!
00:24:07: Aber über diese Betreurerin kriegt man dann anonymisiert Schicksale zu hören und dann sieht man da diese... Ich weiß nicht wie es hinging.
00:24:15: ich hatte den Eindruck, Bukit Kabatan war auch sehr selbstbewussten Mädchen mit einer Geschichte.
00:24:20: also das war im Prinzip das was diese Einrichtung mit denen gemacht hat oder?
00:24:24: Darf ich da meinen Eindruck?
00:24:25: Ich
00:24:26: glaube, dass die Mädchen, die in dem Schutzzentrum sind oder in einem der Schutzzentren, die wir jetzt kennen.
00:24:33: Dass das ganz taffe Persönlichkeiten sind weil sie eben diesen Mut hatten sich zu offenbaren und die haben es geschafft daraus zu gehen.
00:24:42: Und ich habe mir nur immer gedacht was ist mit all den Mädchen die diese Kraft nicht haben Diese Angst ich schaff das nicht und ich kann das nicht oder sowas?
00:24:51: ja weil sie sagen nie die kennen die einfach diesen Schicksal weiter ausgeliefert sind.
00:24:56: Aber die, die wir dort in den Schutz haben und das sind die starken Mädchen glaube ich weil sie es ziemlich geschafft
00:25:01: haben.
00:25:03: Ja interessant das weg!
00:25:05: Was mich noch interessiert ist... Sie sind beides Zahlenmenschen sag' ich mal.
00:25:09: Das hat jetzt ein bisschen gedauert bis sie so ein bisschen auch emotional gesprochen haben.
00:25:12: aber was überwiegt dann wenn sie in diese Projekte gehen?
00:25:15: Gucken sie mal was ihr Geld da so macht oder sehen sie gleich wo kann man Stellschrauben drehen?
00:25:20: mit welchem Weg gehen sie da rein?
00:25:22: Das darf ich ganz klar vermeiden.
00:25:25: Natürlich überlegt man sich, ob man auf richtigen Weg ist mit der richtigen Strategie unterwegs ist als Stiftung.
00:25:34: Natürlich passt man oft, dass es Geld was bewegt.
00:25:37: aber als Controller sind sie da oder Buchhalter sind sie nicht unterwegs.
00:25:41: also ich zumindest komplett nicht sondern Das ist auch sehr stark für mich eine Motivationsreise.
00:25:49: Das heißt, wir machen das jetzt seit fünfzehn Jahren und das meiste ist tatsächlich unser eigenes Geld.
00:25:55: Da muss man sich schon motivieren, dass man sich laufen will davon was trennt.
00:25:59: Stimmt!
00:26:03: Ich sage das so halblustig aber nein zum Nachschauen sind wir nicht da.
00:26:08: auf der anderen Seite lässt man sich nach ich schon vortragen und stellt mir Fragen.
00:26:12: Man will ja verstehen Wie ticken die, wie managen sie den Laden?
00:26:18: Und ja ich erinnere mich an eine Diskussion.
00:26:21: Die allerdings nach dem Abendessen spät war.
00:26:25: in der letzten Reise da haben wir die Schwester von Bukit Kapatan, das ist der Arabella versucht zu überzeugen warum nur fünf und dreißig Mädchen machen uns doch mal in fünfzig Personen Budget vorschlagen dann können wir was machen.
00:26:40: also wir wollen im Grunde sagen dass so toll Können wir das größer machen?
00:26:46: Es gab verschiedene Gründe, die gute Gründe.
00:26:48: Warum sie dann weiterhin bei der jetzigen Größe hat mit Qualitäterbetreuung zu tun gehabt.
00:26:55: Sie brauchen das Personal um so was auch Professorinnen zu betreiben und so weiter.
00:27:01: aber wir waren sehr begeistert und wollten da gleich eingreifen.
00:27:04: Gleich mehr gute Dinge zu nehmen!
00:27:07: Aber das ist doch dann toll wenn man hört nein wir haben eine Qualität und die möchten wir wahren.
00:27:12: Das ist doch richtig überzeugend dann.
00:27:15: Worüber haben Sie so geredet?
00:27:17: beim Abendessen, wenn man wieder raus ist aus den Projekten?
00:27:20: Dann sagt es ja noch ein bisschen über die Erlednisse des Tages oder...
00:27:24: Ich weiß nicht, alles Mögliche.
00:27:26: Was man auch so gesehen
00:27:28: hat.
00:27:29: Hat's geschmeckt?
00:27:30: Was ist das da überhaupt?
00:27:35: Was gab es zum Frühstück?
00:27:37: Spannende kleine Anekdote am Rand.
00:27:40: Es gibt ja der Unfassbar viele von diesen Wägen, wo gekocht wird oder sowas.
00:27:44: und dann sagte mir ... Wir hatten immer zwei Fahrer auch.
00:27:48: Das sind weite Wege.
00:27:50: Da sitz man an den Ruhmen und die Philippinos essen.
00:27:53: Die haben fünf Mahlzeiten am Tag, nicht so wie wir die drei.
00:27:57: Und dazwischen gibt es immer noch einen Snack.
00:27:58: Also man sieht ständig den Unterarm essen und wir haben auch eben viel gegessen.
00:28:02: Man redet dann wahrscheinlich über das Essen natürlich auch die Eindrücke und wenn man sagt unfassbar warum liegt da soviel Müll?
00:28:10: oder schon mal irgendwie was man so gesehen hat.
00:28:12: aber es war eben auch lustig.
00:28:13: also es ging jetzt auch nichts rum.
00:28:16: Ja, also mein Eindruck war schon.
00:28:18: Man war betroffen und hat schon auch mal reflektiert aber es war jetzt nicht so dass jemand da gesagt hat ne ich möchte er jetzt nicht mitkommen.
00:28:27: das setzt mir so zu.
00:28:29: Ich möchte das jetzt nicht sehen sondern wirklich schon eine Offenheit.
00:28:31: was passiert da?
00:28:32: Und wie kann man da Was können wir bewirken?
00:28:35: Aber
00:28:36: bei Erzölk die Diskussion vom Abendessen braucht man braucht eine Pause.
00:28:43: Wir haben durchaus auch mal einen Vulkan den einen gesucht und den anderen besucht.
00:28:49: Vulkan?
00:28:50: Ja, im Südli von Manila ist der Tal, wer auch aktiv schon war in dem letzten Jahr.
00:28:57: Den haben wir ja wiederbesucht, das ist sehr beeindruckend.
00:29:01: aber was ich sagen will, sie brauchen noch ein bisschen eine Pause.
00:29:04: Das heißt sie wollen auch aus vom Land sehen zum einen auf der anderen Seite Sie können nicht nur durch Müllbarge stapfen.
00:29:12: Das halte ich zumindest emotional nicht aus.
00:29:17: Wir brauchen Pause, wir haben dann auch eben private Themen.
00:29:20: Mir war eine Gruppe die sehr unterschiedliche Backgrounds hatte und sich nicht kannte.
00:29:26: Wir waren denn alles dabei vom Background her?
00:29:29: Wenn Sie sagen was war so ne
00:29:30: bunte
00:29:31: Gruppe?
00:29:32: Ich hatte diesmal eine Großnichte dabei, die Studierteermedizin, das heißt ist die übernächste Generation, die ich da versucht habe einzubinden und dann die Frau vom Neffen mitvorstand bei uns.
00:29:47: Die arbeitet bei der Bank in einer Compliance-Abteilung, also ganz unterschiedlich.
00:29:52: Wir hatten dann von Missio war es drei.
00:29:55: Also ja waren außer mir noch eine Länderreferente dabei, die eben natürlich irgendwie ausserstehen.
00:30:00: Die Steffi-Schulle wahrscheinlich?
00:30:02: Ja genau.
00:30:02: Genau, liebe Rüsse von dieser Stelle aus!
00:30:04: Ja, herrscht ich gerne aus.
00:30:06: Und dann eben Mitarbeiterinnen aus der Fundwesen-Abteilung, die eben auch die Stiftungen betreut.
00:30:13: Und dann waren noch ein Geistlicher dabei, der eben auch seit vielen Jahren spendet und eben hier in München auch lebt und hier auch viel Gutes bewirkt aber uns auch eben auch schon seit Jahren unterstützt und einen Jurist aus Berlin, der auch für Stiftung mit zuständig ist und der aber eben auch da wie soll man sagen eine Reportage ausschreiben möchte also der selber veröffentlichte auch finanziell absolut unabhängig da mitgereist ist.
00:30:41: Sonst bin ich vielleicht beeinflusst, das will ich
00:30:43: nicht.".
00:30:44: Das war eine wirklich sehr bunte Mischung und begleitet wurden wir von einem Mitarbeiter einer Organisation in Manila der für uns auch so Qualitätssicherung oder sowas macht, der eben auch mal vor Ort schaut.
00:30:57: Und es ist natürlich gut wenn man dann ein Landeskenner dabei hat er dann vieles organisiert und weiß ...
00:31:04: Und die Sprache sprechen?
00:31:06: Ja, sehr wichtig.
00:31:07: Haben ja da was aus sich wie viele Sprachen, hundert Sprachen oder so.
00:31:10: Er spricht zwei oder drei und gutes Englisch!
00:31:15: Ja aber das ist schon auch so.
00:31:16: es ist also auf dem Philippinen englisch schon auch Landessprache aber eben in den... Einfach in Gesellschaften sprechen sie das nicht unbedingt oder
00:31:25: fühlen sich zumindest nicht fit genug.
00:31:26: Ja,
00:31:27: aber wenn man auch überlegt in den Slums also da gibt es schon irgendwie so eine Art Schulpflicht, aber ob die das wahrnehmen bezweifle ich.
00:31:34: und ob tatsächlich die richtige Bevölkerungsgröße bekannt ist bezweife ich auch.
00:31:39: ja weil ja.
00:31:41: also was dann auch denn gebührt wirklich jedes Kind dass in so einem Slum geboren ist oder wird registriert.
00:31:48: Was ist mit den Verstorbenen?
00:31:50: Wissen die das wirklich, wie groß die Gesellschaft dort ist?
00:31:53: Es gibt nur Schätzungen über die Größe von
00:31:56: Manila und dann fragt man sich natürlich auch also wenn da im twenty-fünf Prozent der Bevölkerung unterhalb oder in Armutsgrenze leben ja und ein großer Anteil auch Anhaltsverbeten da ist Wie wird dann gewählt?
00:32:11: habe ich dann wirklich eine richtige Wahl.
00:32:14: Wer ist da an der Regierung?
00:32:16: Und ich hab mir auch immer den Gedanken bestellt und sagte, wenn ich jetzt dort Präsident wäre oder sowas würde ich wollen dass Leute in mein Land kommen und sehen das der Müll einfach da liegen bleibt.
00:32:28: ja es ist ein vermülltes landes gibt wunderschöne Ferienparadiese.
00:32:32: das ist natürlich nichts es ist Vigabello usw.
00:32:35: aber da muss man ja hinkommen.
00:32:36: dann nimmt man das ja wahr.
00:32:38: Wenn ausländische wichtige Staatsgäste kommen, dann werden die Slums mit weißen Folien überdeckt.
00:32:43: Damit die das ja nicht sehen!
00:32:45: Und wer ich gerne Präsident eines Landes durchweist?
00:32:48: Das unglaublich viele Männer aus Industriestaaten da hinfahren und sich dann für zwei Wochen vergnügen mit meinen... Mädchen und Frauen, die dort leben.
00:33:00: Dass da nichts passiert.
00:33:02: Ja?
00:33:02: Die Strafen sind zwar sehr hoch für Missbrauch haben wir erfahren das ist...
00:33:05: Sehr viel höher als in Deutschland!
00:33:07: Wahnsinn.
00:33:07: ja also bis zu vierzig Jahre habe ich im Kopf.
00:33:10: Ja auf jeden Fall sehr viel höhere als in deutschland mehr waren.
00:33:14: Also ich war überrascht dass habe ich dieses mal erst mitbekommen.
00:33:18: Aber trotzdem passiert es und man hat so das Gefühl naja man lässt dann halt laufen.
00:33:24: Sie haben ihnen gesagt sie haben vorher ein bisschen Angst gehabt oder waren so ein bisschen unsicher, was diese Reise mit ihnen machen würde?
00:33:31: Was hat's mit ihnen gemacht?
00:33:33: Das bestärkt mich natürlich noch mehr in der Tätigkeit jetzt.
00:33:36: Und ja und ich denke es ist genau richtig und natürlich bin ich beruhigt dass diese Projekte die ich bisher nur vom Papier gesehen habe, dass sie existieren das diese Menschen da sind und eben auch Personengruppen da sind.
00:33:52: Ja, also Korruption ist natürlich immer in solchen Hilfsorganisationen ein Problem oder was.
00:33:57: Wo gehen denn die Mittel hin?
00:33:58: Und wir können ja nicht jedem Euro hinterherfahren und gucken, kommt er da an, wofür er beantragt wurde und so, wo man dann sagt, ja, da kommt das Geld an und ich weiß auch noch... Bei einem Projekt war es dann so, boah, dann ruft da einer die das leitet eben auch mal bei Freunden an und sagt, oh kannst du mal wieder einen Sack Reis spenden?
00:34:18: Ja also was weiß ich.
00:34:19: Und das sind ja so Riesen-Säcke damit die da über die Runden kommen und da wird viel gekocht für... Also ist echt die Straßenjungs oder die Mädchen usw.
00:34:27: Wo sie sich da schon auch organisieren und dass eben außerhalb unseres Budgets ist wo die schon auch gucken müssen wie sie da über den Runden kommt und wo ich mir denke so etwas passiert.
00:34:36: wenn wir diese Finanzen diese Mittel nicht mehr aufbringen können, ja dann müssen sie sich auflösen.
00:34:44: Wo gehen die Kinder hin und Jugendlichen?
00:34:48: Wer fängt sie hier auf?
00:34:50: Das ist das was einen besorgt und natürlich ist es ein Riesenthema für alle Spendensammelenden Organisationen.
00:34:57: Der Teich in dem die Spender sitzen wird nicht größer rumherum und werden wir auch künftig noch so viele finanzielle Mittel einwerben können, um diese Projekte oder anderswo andere Projekten weiter finanzieren zu können.
00:35:13: Und da wirklich etwas sehr, sehr Positives zu bewegen.
00:35:18: Wie war es bei Ihnen seitdem Sie das erste Mal dort hingefahren sind?
00:35:21: Was hat das für Sie verändert?
00:35:24: Für diese Reise hatte ich im Vorfeld die Bedenken dass dass die fünfte Reise ist und es langsam irgendwie nicht langweilig wird, aber das quasi die Sache abflacht.
00:35:39: Und hat's ...?
00:35:41: Hundertprozentig nein.
00:35:44: Das kann ich hundertprozenlich Nein!
00:35:46: Das war genauso faszinierend wie ich es in Erinnerung hatte.
00:35:51: Das war genau so motivierend, wie ich das in Erinnernungen hatte von der Seite her und auch die Reaktion von meinen, in dem Fall nicht mal genau so wie es eigentlich erwartet hatte.
00:36:07: Das ist sehr oft einfach still sein und wahrscheinlich verarbeiten was sie sehen.
00:36:15: gleichzeitig glaube ich dass sie durchaus ein besseres Verständnis dessen haben wenn ab und zu der Onkel erzählt über seine Stiftung und nicht aufhört, so erzählen.
00:36:29: Ja
00:36:30: also was ich unfassbar beeindruckend fand das war ja diese Herzlichkeit mit der wir empfangen wurden.
00:36:37: Und da wurden ganz toll Bänder gebastelt mit Blumen und Welcome Visitors und diese Großzügigkeit und Ketten und was weiß ich?
00:36:47: Was man bekommen hat und Blumenstreuse so toll gebastelt aus, weiß ich nicht, so schönen bunten Streusen.
00:36:56: Und das war diese Herzlichkeit und die Dankbarkeit, die dann da zu spüren.
00:37:02: Das war wirklich teilweise wie so ein Gefühl... Man kommt in die Familie mit offenen Armen empfangen.
00:37:10: Dieses Gefühl fand ich einfach total beeindruckend!
00:37:12: Es waren wildfremde Menschen.
00:37:15: Aber wir gehören zusammen, sind verbunden über Tausende von Kilometern.
00:37:22: Das fand ich eigentlich schon beeindruckender.
00:37:23: Da wollte ich gerne noch was hinzufügen Die Dankbarkeit, die überall natürlich das lächeln.
00:37:30: Auch in den Slums haben die Menschen gelächelt.
00:37:33: Aber die Dankbarheit darf man nicht verwechseln... Also so habe ich es empfunden!
00:37:38: Das darf man mit dankbar vor allemosen nicht verwechseln.
00:37:42: Sondern das war sowohl bei den Mädchen als auch bei den lokalen Helden eine Begegnung auf Augenhöhe.
00:37:53: Und so möchte ich sagen Mit unserer Stiftung kein Allmosen verteilen.
00:37:58: Ich möchte schlichtweg oder unverteilen, oder sonstige Dinge.
00:38:03: Ich mich schlicht weg.
00:38:04: Menschen die mich überzeugt haben oder die mich überzeugten dass sie in richtigen Dingen arbeiten unterstützen auf Augenhöhe und ich glaube das ist sehr wichtig.
00:38:13: Das spüren die Menschen.
00:38:14: wenn jemand kommt der sich interessiert für ihre Arbeit im Fall der jungen dann Mädchen.
00:38:20: Wenn jemand kommt er sich interessieren für ihr Leben auch früher Schicksal und das spürte ich.
00:38:29: Und, ich glaube... Das würde ich sagen ist uns durchaus gelungen als Gruppe dass wir eingetaucht sind ins Leben dort.
00:38:40: Sie haben Projekte besucht.
00:38:41: sie haben es gerade schon ein paar mal angedörftet in zwei Projekten ginge es glaube ich vor allem um Mädchen In einem Projekt um jungen Straßenkindert vor allem diese Woche und diese Folge.
00:38:54: Dann haben wir sie beide ein bisschen näher kennengelernt, aber in zwei Wochen werden wir viel mehr erfahren von den Projekten die Sie besucht haben.
00:39:01: Bis dahin verabschieden wir uns!
00:39:04: Machen Sie es gut bis zum nächsten Mal.
00:39:05: Ihre
00:39:06: Sterne Brücks
00:39:08: und Brigitte Strauß
00:39:21: Tschüss.
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