Libanon: Schon wieder Krieg
Shownotes
Das kleine Land Libanon hat schon vor dem Krieg unter einer schweren Wirtschaftskrise gelitten. Jetzt sind eine Million von den knapp 7 Millionen Einwohnern innerhalb des Landes auf der Flucht. missio-Redakteurin Kristina Balbach war schon mehrfach im Libanon. Jetzt hat sie alle Kontakte dort angefunkt, deren Nummer sie in ihrem Handy gespeichert hat. Zum Beispiel den Besitzer des Kiosks „The Joyful Road“ in Beirut, bei dem sie ab und zu gegessen hat. Aber auch Mitarbeiter des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes, deren Kirche zum Matratzenlager geworden ist und eine Journalistin, die feststellt, dass inzwischen auch die Mehrheit der Schiiten „sick and tired of Hisbollah“ ist – also die Nase voll hat von der Terrororganisation.
Mehr Infos gibt´s auf der Homepage von missio
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00:00:00: Reisewarnung mit Missio München unterwegs in Afrika, Asien und Ozeanien.
00:00:13: Hallo und herzlich willkommen zur ersten Aprilfolge der Reise-Warnung.
00:00:16: bei mir im Studio ist Christina Palbach.
00:00:18: Hallo!
00:00:19: Hallo Brigitte.
00:00:20: Beim letzten Mal bist du hier gesessen und hast gesagt dass du leider nur vom Schreibtisch aus recherchieren konntest weil es um Gaza ging.
00:00:28: Dann hast du am Ende gesagt wenn du wieder kommst dann berichtest du von deiner jüngsten Reise.
00:00:33: die gingen
00:00:34: nach Madagaskar
00:00:36: Und darüber Reden wir heute nicht.
00:00:38: Nee, da reden wir noch nicht darüber und das schieben wir noch mehr.
00:00:41: Weil in der Zwischenzeit eben der Iran-Krieg ausgebrochen ist, der auch den Libanon betrifft?
00:00:49: Und da kennst du dich richtig gut aus!
00:00:51: Da warst du mehrfach, da hast du inzwischen mit ganz vielen Leuten telefoniert, gewatzappt und geschrieben.
00:00:59: Ja tatsächlich, da habe ich viele Kontakte.
00:01:02: Deswegen schauen wir da heute hin, weil manchmal wird man ja auch von den aktuellen Ereignissen ein bisschen eingeholt.
00:01:08: Wir konnten lange nicht so richtig einschätzen wo geht's hin aber die Lage ist prekär und davon erzähle ich jetzt einfach.
00:01:17: Ich sage mal dazu, wir nehmen heute am neunzehnten März auf, weil bis zum ersten April wenn diese Folge raus kommt kann alles mögliche schon wieder anders sein.
00:01:25: also haben den Wissenstand vom neunzehnten März und du hast einen ganz aktuellen Wissen-Stand, vor allem über die Lage eurer Projektpartnerinnen und Projektpartners.
00:01:35: Magst du trotzdem drei Stichworte sagen?
00:01:38: Ja!
00:01:38: Du weißt ja ich bringe normalerweise sehr gerne etwas mit zum Anfassen, zum Riechen, zum Schmecken oder auch sehr gerne auch zum Hören.
00:01:46: heute habe ich allerdings nur Nachrichten und Berichte dabei nicht nur drei sondern mehr um den Bogen hinzubekommen und das ist das, was glaube ich heute unsere Folge mehr als genug trägt.
00:02:02: Ich helfe dir einfach mal!
00:02:03: Du hast aus drei Himmelsrichtungen etwas dabei oder?
00:02:07: Ja könnte man auch sagen.
00:02:08: Ich kann aus den Dörfern im Süden berichten, aus Beirut – es liegt Westen – und aus der BK-Ebene im Osten Mist, ich habe sogar noch was aus dem Norden dabei.
00:02:19: Aber nein!
00:02:21: Hauptsächlich tatsächlich aus diesen drei Regionen des Libanons.
00:02:24: Ja damit sind wir wieder bei der Drei.
00:02:26: Okay...
00:02:27: Ich hatte jetzt nur gedacht dass im Westen ja nur Wasser ist und da gibt es jetzt keine Projektpartner innen.
00:02:33: Da liegt Beirut.
00:02:33: Dann haben
00:02:35: wir jetzt vier.
00:02:36: Ich bin sehr gespannt was du zu erzählen hast?
00:02:38: Ich könnte noch kurz etwas Nettes sagen zum Thema Gaza.
00:02:43: Bevor wir jetzt in den Libanon gehen, tatsächlich, weil ich gerade an unsere letzte Sendung denke, die wir zusammen aufgenommen haben.
00:02:49: Da ging es ja um die Gaza-Geflüchteten in Ägypten und Gaza im Rafach.
00:02:54: Und manchmal ist es sehr auch schön, wenn man da nochmal etwas Aktuelles zu hören bekommen.
00:02:58: Ja!
00:02:59: Und tatsächlich kann ich berichten aus der einzigen katholischen Gemeinde in Gaza – du erinnerst dich?
00:03:06: Ja!
00:03:07: Der gab die Romanelli, der dort aushart mit seinen Leuten... ...der Schokolade
00:03:11: verteilt hat….
00:03:11: …auch am Weihnachten genau.
00:03:13: Da habe ich jetzt mitbekommen, dass die Gemeinde und auf dem Compowern jetzt tatsächlich angefangen wurde wieder Schule zu machen.
00:03:21: Weil darüber hatten wir uns sehr unterhalten, wann kann das wieder sein?
00:03:24: Man muss den Kindern was bieten!
00:03:26: Und das scheint zumindest angefangen zu haben.
00:03:29: Die zwei anderen Schulen sind mit Geflüchteten belegt aber so ein bisschen Schule gibt es da... ...und das wollte ich jetzt zur Anfang noch berichten mal als Good News.
00:03:37: Ja toll Ich meine, den Kindern was bieten klingt immer so wie die brauchen Unterhaltungsprogramme.
00:03:41: Aber es ist ja wirklich total wichtig dass sie einen strukturierten Tag haben und eine Perspektive
00:03:45: ganz wichtig.
00:03:46: das ist teilweise das einzige an das die sich irgendwie erheften können.
00:03:50: und deswegen Ja, deshalb hatte ich noch auf dem Zettel das wollte ich unbedingt loswerden.
00:03:55: Und jetzt wandern wir ein bisschen nach
00:03:57: Norden?
00:03:58: Jetzt gehen wir ein bißchen weiter nach Nordend gar nicht.
00:04:00: soweit eigentlich sehr alles sehr komprimiert beieinander
00:04:03: und beide sehr kleine Gebiete.
00:04:05: lieber non hat wie viel Einwohner
00:04:07: Lieber Noren hat so um die sieben Millionen.
00:04:11: Und man kann es ja auch sehr gut abfahren, das habe ich auch schon getan.
00:04:14: Ich war ja schon zweimal dort und da kann man auch wirklich diese Runde machen von Beirut aus dann auf die Ebene, die BK-Ebene und über die Pässe und den Norden und Tripoli zurück ans Meer.
00:04:27: Es ist ein wunderschönes Land.
00:04:28: Das hat mich damals gepackt und ich hab immer noch gute Kontakte dahin zu den Leuten.
00:04:34: Genau, ich habe vorher mal nachgeschaut.
00:04:36: Du hast es hier im Jahr und hast davon berichtet von dieser Beker-Ebene wie man dann über den schneebedeckten Berg fährt und runter kommen die Lärchen?
00:04:47: Die Zedern!
00:04:48: Auf jeden Fall so Bäume
00:04:50: zum
00:04:50: Liebanon.
00:04:52: Und du hattest total leuchtende Augen und es muss wunderschön gewesen sein.
00:04:56: Also es ist tatsächlich... Landschaftlich sehr schön und aber auch die Menschen sind einfach wahnsinnig einnehmend.
00:05:03: Und ich bin viel verbunden, das ist auch der Grund warum mich viel mitbekomme aus dem Land.
00:05:09: Die Lage ist momentan sehr prekär wieder für dieses kleine Land, dass sowieso schon unter großen Problemen leidet.
00:05:18: Wir hatten ja früher schon darüber gesprochen.
00:05:21: es immer noch eine große Wirtschaftskrise Es sind immer wieder Regierungskrisen im Land, kein anderes Land der Welt.
00:05:30: Beherbergt so viele Geflüchtete im Verhältnis zur Bevölkerung die ja sehr klein ist.
00:05:36: Der Syrien Krieg hat das Land auch jahrelangen Beschlag genommen, der ja direkt an der östlichen Grenze auch stattgefunden hat und viele Ge Flüchtete in den Libanon gebracht hat nach Süden hin.
00:05:48: dauerhafter Konflikt mit Israel also sehr gebeutelt.
00:05:53: Die Mittelschicht ist schon vorher auch zunehmend in Armut gefallen.
00:05:57: Immer wieder gibt es Notsituationen, dass es am Diesel fehlt und das an Lebensmittel fehlt.
00:06:02: Diesel ist immer so, sagt man so dahin aber es ist wahnsinnig wichtig um für Heizung zu sorgen... ...für Brennstoff.
00:06:10: Wie nennt man das?
00:06:10: eine Kennziffer oder ein Erkennungszeichen?
00:06:12: Wenn Diesel knapp ist dann sieht's richtig übel aus!
00:06:15: Ja, das ist definitiv so.
00:06:16: Also in allen Bereichen richtig übel aus.
00:06:18: Und den
00:06:18: lieberen
00:06:20: Autofahrer die nicht mehr mit ihrem Diesel-Auto fahren können
00:06:23: Einmal um die Transportwege zu benennen, aber tatsächlich auch um ... Die Heizung anzusprechen.
00:06:28: im Libanon ist klimatisch auch immer wieder richtig Winter.
00:06:32: Also da liegt auch Schnee und das bringt den Menschen dann in große Probleme.
00:06:37: Dann hatten wir auch damals... Deswegen nenne ich es auch nochmals so ein ganz wichtiges Kennzeichen für den Libanron diese große Explosion im Hafen beruht, der ja die halbe Stadt mit Leidenschaft gezogen hat Und in Trümmern gesetzt.
00:06:53: teilweise ist es gar nicht wieder aufgebaut worden, weil Geld fehlt.
00:06:57: Und bis heute ist auch nicht aufgeklärt worden wer dahinter steckt und wer hier Verantwortung übernimmt.
00:07:04: Das sind also Puzzleteile die es für die Menschen im Land sehr schwer machen.
00:07:10: Vielleicht
00:07:11: können wir mal die derzeitige Lage wie gesagt, März zusammenfassen?
00:07:15: Also was ist bisher passiert?
00:07:17: Wie ist das denn jetzt diesmal zu dieser Lage gekommen?
00:07:20: Das können wir ja ganz kurz auch nur skizzieren.
00:07:23: USA und Israel haben den Iran angegriffen, das war Ende Februar.
00:07:28: Und nachdem dann diese Bestätigung auch da war dass der Revolutionsführer der Ayatollah Khamenei tot ist hat die jihitische Militz Hisbollah vom Libanon aus Israel angegriffn sich auch gleich dazu bekannt und dann kam natürlich der Gegenschlag und das ist jetzt seit Anfang März Also eigentlich noch gar nicht so lange.
00:07:52: Aber das hat sich wahnsinnig hochgeschaukelt und ist schon sehr gefährlich für die
00:07:56: Menschen.".
00:07:57: Und man muss dazu sagen, dass es eben nicht der Staat Libanon war, der beschlossen hat parlamentarisch irgendwie in den Krieg einzugreifen sondern es war eine terroristische Organisation, die das Land in den Krieg geführt hat?
00:08:11: Genau!
00:08:11: Und dieser Angriff war auch nicht legitimiert vom Staat Libananon, muss man auch klar sagen wobei... Man dazu wissen muss, dass die Hisbollah ist nicht nur eine schiitische islamistische Milit sondern sie hat auch es auch eine politische Kraft im Land tatsächlich gar nicht so unerheblich.
00:08:30: Sie ist ne Partei und die Hisbolah sitzt auch in der Regierung.
00:08:35: aber es gibt eben diesen militärischen Arm schon immer auch finanziert durch den Iran und dieser militärische Arm ist immer noch sehr aktiv Und der hat jetzt auch diesen Angriff gestartet.
00:08:48: Und ein echtes libanesisches Militär gibt es das auch?
00:08:52: Klar, der Staat Libanon hat einen Militäer – das ist aktuell aber nicht in diesem Konflikt mit einbezogen und der Außenminister hat jetzt tatsächlich noch mal Stellung bezogen, dass dieser Angriff von der Hezbollah natürlich abgelehnt wird seitens des Staats Libanons auch nicht offiziell legitimiert ist.
00:09:09: im Gegenteil man war ja gerade soweit auch Gespräche zu führen um Frieden in der Region zu schaffen, dass die Hisbollah sich entwaffnen muss.
00:09:18: Die Waffen niederlegen muss und diese Waffenase nahe zum Beispiel ganz offiziell an die libanesische Regierung übergeben werden sollen.
00:09:26: Das war der Stand der Dinge.
00:09:28: Ich meine, der letzte kriegerische Konflikt Israel gegen die Hisbola und andersherum – das ist ja noch gar nicht so lange her!
00:09:36: Das war er jetzt erst... Ja genau.
00:09:39: ...kann ja auch Kämpfe im Süden.
00:09:41: Status quo ist, es herrscht momentan eigentlich immer noch ein Waffensteelstand zwischen der Hisbollah und Israel.
00:09:49: Da wird auch überwacht von UN-Truppen.
00:09:51: also Unifil-Troppen sind auch dort.
00:09:54: deswegen hat man auch gute Zahlen die belegen das während dieser Zeit natürlich dieser Waffenstillstand wie leider so viele sehr brüchig war oder überhaupt gar nichts getaukt hat.
00:10:04: Israel hat auch täglich die Region trotzdem überflogen.
00:10:10: Davor, als es diese kriegerischen Auseinandersetzungen gaben wurden ja auch heftige Angriffe auf Beirut geflogen und da hat man diesen Hispola-Generalsekretär Hassan Nasrallah ausgeschaltet.
00:10:23: Sagt man immerns ein blöds Wort erst getötet worden Auch hohe hispola Funktionäre.
00:10:28: Und deswegen waren jetzt glaube ich auf allen Seiten also sowohl die Libanesen als auch die Israelis sehr erstaunt darüber mit welcher Mit welchem Arsenal und welcher Wucht jetzt Hispola noch mal Israel angreifen konnte.
00:10:42: Also diese Ausschaltung, die wir so nicht nennen wollen war im Jahr zwanzigund.
00:10:47: eigentlich haben die Israelis gedacht, die Waffen wären schon in den Händen der libanesischen Regierung oder mehr Waffen.
00:10:54: Man hatte die Hispola als deutlich schwächer eingeschätzt sagen das mal so
00:10:58: Aber das wäre ja über diesem Weg gegangen Richtig
00:11:00: genau
00:11:01: die Waffen schon abgegeben hätten.
00:11:02: Und
00:11:02: jetzt hat man eben gesehen, es ist nicht so und damit hat glaube ich auch der libanisische Staat ja eben sehr schwaches auch nicht gerechnet und ist jetzt da ein bisschen ratlos was zu tun ist.
00:11:13: und wir haben's mit einer klassischen Pat-Situation zu tun.
00:11:18: Die Hezbollah sagt solange Israel mit Bodentruppen im Süden des Libanons ist Wir kriegen sie auch gerade mit.
00:11:24: Eine Pufferzone soll eingerichtet werden Bodentruppen sind im Land.
00:11:29: Da sagt die Hisbollah, solange legen wir die Waffen nicht nieder.
00:11:33: Und Israel sagt gut wenn die Hisbola sich nicht entwaffnet.
00:11:36: das ist unsere Bedingung.
00:11:37: damit dieser Krieg enden kann dringen wir weiter ins Land vor und greifen an.
00:11:43: Das war so die großpolitische Lage.
00:11:45: aber was bedeutet das denn für die Menschen im Libanon?
00:11:49: Es wurden jetzt wieder Leute vertrieben hauptsächlich aus dem Süden und aus den südlichen Vororten von Beirut.
00:11:56: Die Zahlen, wenn wir sprechen über den Beginn des Konflikts mit Anfang März, jetzt sind wir bei über einer Million geflüchteten, binnenvertriebenen Menschen...
00:12:09: Einer Millionen von sieben Millionen Einwohnern?
00:12:11: Das muss man sich dann auch nochmal wieder im
00:12:13: Verhältnis... Da sind wir dabei!
00:12:15: Bei jeder siebten Person.
00:12:16: Ja also es sind wahnsinnig viele.
00:12:19: Und dazu kommt, obwohl der Libanon immer im Zentrum dieser Naos-Konflikte stand, obwohl es immer wieder auch Kriege und Konflikte gab.
00:12:30: Der Libanonen hat nicht die Mittel gehabt, hat sie auch heute nicht um sichere Strukturen zu schaffen für solche Fälle – es gibt keine Bunkerstruktur!
00:12:39: Im Libanon, es gibt keine Shelters.
00:12:41: Wir hören ja auch täglich in den Meldungen aus Tel Aviv und so weiter wie sich der Alltag für die Menschen da... ...shelter
00:12:46: sind Schutzunterkünfte?
00:12:47: Genau!
00:12:47: Wie
00:12:47: sich
00:12:48: der Alter gestaltet weil dieser Alter geht ja weiter, die Menschen müssen zur Arbeit, müssen ins Büro dann ist wieder Alarm, dann geht man in die Bunker.
00:12:56: Wenn welche da sind?
00:12:57: Die
00:12:58: gibt's im Libanonn nicht tatsächlich, die gibt das auch nicht in der Hauptstadt Bayrout.
00:13:02: Und momentan werden wahnsinnig viele Notunterküfte eröffnet.
00:13:07: Das tun Partner von uns, das tun andere Hilfsorganisationen.
00:13:10: Das tut das libanisische rote Kreuz.
00:13:13: also man ist da wirklich mit vereinten Kräften.
00:13:15: vor Ort heißt auch wieder keine Schule, keine Uni.
00:13:20: für so viele vor Ort die das immer wieder leidvoll erfahren müssen dass es wieder mal ausfällt manchmal liegt nur an den Stromausfällen dann liegt's wieder in einem Konflikt.
00:13:30: momentan wie gesagt die offiziellen Gebäude werden umfunktioniert Schulen werden zu Notunterkünften, aber die reichen bei Weiten nicht aus.
00:13:39: Für diese haben sie gerade gehört und sprechen von über einer Million.
00:13:43: Allein in der Hauptstadt Beirut sieht man ja auch immer wieder in den Medien sitzen ganz viele Familien einfach an der Straße.
00:13:51: Sie sitzen entlang der Corniche, auch an dieser Strandpromenade, die man so kennt aus Beirutt, haben kein Dach überm Kopf und das muss man sich eben auch vorstellen.
00:13:59: wenn dann Angriffe geflogen werden, Luftankreife, wenn Bomben fallen... sitzen diese Menschen und die vielen kleinen Kinder einfach im Freien auf der Straße.
00:14:08: Und warm ist es da auch noch nicht?
00:14:10: Es
00:14:10: ist ausgehender Winter, es ist auch in Beirut kühl aber noch kälter und vielleicht auch tatsächlich noch eine Stufe prekärer.
00:14:19: aus verschiedenen Gründen ist das in der BK-Ebene.
00:14:21: Die isst im Osten.
00:14:24: Die ist im Oston des Landes quasi über dem Libanon Gebirge.
00:14:27: drüber ist so ne Hochebene an der Grenze zu Syrien.
00:14:31: Da haben wir einige Partner, und deswegen kennen wir die Gegend sehr gut.
00:14:35: Und die ist jetzt gerade auch in vielfacher Hinsicht wieder
00:14:39: getroffen.".
00:14:40: Also darüber reden wir im zweiten Teil.
00:14:43: Lass uns mal zuerst in der Hauptstadt bleiben mit Beirut!
00:14:46: Mit wem hast du denn da gesprochen?
00:14:48: Ich erinnere mich... Du hast in den letzten Folgen immer einen ganz persönlichen Informanten dort gehabt, nämlich den Mann bei dem ihr neuer Essen gekauft habt einem Kioskbesitzer.
00:14:59: Das finde ich ja immer sehr spannend was so ganz normale Leute über die Lage im Land sagen.
00:15:05: Ja, das ist tatsächlich immer sehr spannend für mich.
00:15:08: deswegen halte ich auch Kontakt zu ihm.
00:15:10: Das ist Hashim Abduk.
00:15:11: der führt das Kiosk The Joyful Road und er ist immer mittendrin im Geschehen.
00:15:17: Er trifft doch immer viele Leute, die vorbeikommen und der hat auch sehr geklagt und meinte schon wieder und irgendwie müssen wir dadurch... Wir sitzen's aus!
00:15:28: Er isst zum Glück eher im Norden des Zentrums mit seinem Kiosk platziert, weil momentan haben es die Menschen schwieriger in den südlichen Vororten und dem Zentrum von Beirut.
00:15:40: Aber du hattest eben erwähnt das eben Schulen und die Unis wieder nicht funktionieren?
00:15:44: Wie funktioniert's mit dem Essen?
00:15:46: Ja also ist auch sehr schwierig was ich mit bekomme.
00:15:51: Nahrungsmittelverteilung ist ein großes Thema
00:15:54: Also wirklich Verteilungen Handel gibt gar nicht mehr oder wie Gibt's
00:15:57: schon auch noch klar, der Alltag läuft weiter.
00:15:59: Also das ist immer das für uns schwierig sich
00:16:02: vorzustellen
00:16:03: weil es war dann wieder ein Angriff, dann schreibe ich einer Assistentin eines Partners zum Beispiel die schreibt dann Ich war gerade im Fitnessstudio und jetzt bin ich dann gleich im Büro und melde mich.
00:16:13: also Das sind immer so diese Dinge Die man Ja damit
00:16:18: bekommt dass sie wirklich in so eine ganz normale moderne weltreiche kracht.
00:16:22: Und das ist in Tel Aviv genauso wie in Teheran und das ist auch immer dieses Schräge Und die versuchen da irgendwie trotzdem weiter zu machen.
00:16:29: Natürlich ist es schwierig, wenn die Schulen wieder ausfallen und die Eltern zur Arbeit müssen.
00:16:33: Da hört man ja gerade aus Israel auch wieder viele Stimmen... Wie soll das gehen?
00:16:38: Da
00:16:38: haben wir alle unsere leidvollen Erfahrungen in den letzten fünf Jahren mal irgendwann gemacht!
00:16:42: Gären wir auch aus anderen Kontexten
00:16:45: der Kiosk-Besitzer.
00:16:50: Wir WhatsAppen immer, also immer mal.
00:16:52: Ich frage ihn dann wie es ihm geht wenn ich mitbekomme.
00:16:55: Es gab einen Angriff auf Beirut und dann schreibe ich ihn manchmal.
00:16:59: Und was hat er zurückgeschrieben?
00:17:00: Muss sich mal... Ich habe aber mein Diensthandy hier da, gucke ich mal rein!
00:17:04: Also übersetzt, er schreibt das ist hart für uns und wir sind müde und ich hoffe einfach dass es bald zu Ende ist und der bedankt sich, dass wir an ihn denken.
00:17:17: Das sind ja immer so ganz kurze Sachen.
00:17:19: Ich erinnere mich daran, wir hatten ja damals auch eine Folge mit der Juliana S... Den Namen spreche ich immer falsch aus.
00:17:25: S-V-S-F-E-I-R und die ist
00:17:27: ... Juliana sfehrja.
00:17:29: Sfeher
00:17:29: sprich man es aus!
00:17:30: Ich lerne es noch.
00:17:31: Die bei einem katholischen Sender in Beirut arbeitet.
00:17:35: Genau sie ist Partnerin von uns, sie ist Journalistin, Fernsehjournalistin Und ihr hab' ich natürlich auch geschrieben.
00:17:43: Von ihr kenne ich auch tatsächlich schon länger so eine gewisse Müdigkeit.
00:17:48: Das
00:17:48: hat sie ja damals schon gesagt vor gut zwei Jahren, als die sagte wir sind damit aufgewachsen dass andauend Kriege sind und wir leben da mit und also irgendwie...
00:17:59: das ist dann auch die Generation der natürlich auch diese Bürgerkriege miterlebt hat in den Achtzigerjahren usw.
00:18:05: Und sie hat mir aber auch zurückgeschrieben tatsächlich per WhatsApp, das habe ich hier auch gerade offen dass sie es leid sind und dass sie einfach hoffen, das ist Madness.
00:18:17: Dass der Wahnsinn aufhört.
00:18:19: Ich habe tatsächlich auch noch mal eine Nachfrage gestellt die mich sehr interessiert hat zum Thema Hispola weil das eben gerade auch sehr umstritten ist inwieweit die Hispolas in der Bevölkerung... Immer noch so als eine Art Schutzschild gesehen wird, das war ja lange so.
00:18:35: Dass man in Libanon gesagt hat wir sind zu klein an der nördlichen Grenze Israel ist so stark!
00:18:40: Wir brauchen doch auch jemanden, der uns beschützt.
00:18:42: es kann ja die Hisbollah tun.
00:18:45: oder inwieweit eben diese Legitimation durch die Menschen und die Libanesen auch drastisch gesunken ist weil's immer wieder zu Konflikten kommt Die Frage habe ich vielen Partnern gestellt, es haben auch nicht alle Lust darauf zu antworten.
00:19:03: Man weiß ja auch nicht wie man eingebunden ist in die verschiedenen Glaubensrichtungen – das vielleicht auch auf den Grund-, aber sie hat mir jetzt dazu geantwortet und sie schreibt dass die Mehrheit im Libanon tatsächlich der Sache Leid is also Sick and tired of Hisbollah, schreibt sie Darunter auch viele Schiiten, also weil man ja weiß die Hisbollah ist schiitisch islamistisch.
00:19:31: Das sogar die Chihiten selber auch sagen das bringt uns nur Ärger.
00:19:35: wir wollen auch keinen Krieg aber dadurch dass wir Chihitten sind der gleichen Glaubensrichtung angehören werden wir auch gibt es Spannungen vereinnahmt werden wir vielleicht diskriminiert und so weiter in unserem Alltag.
00:19:46: das bereitet natürlich auch große Schwierigkeiten.
00:19:50: Es gibt natürlich auch immer noch Unterstützer der Hesbollah, aber Julianas Fähr schätzt es so ein.
00:19:55: Dass das eben auch wirklich nicht die Mehrheit ist, dass man Diplomatie möchte und hofft, dass auch international in den Fokusgeräte helfen muss um diesen Krieg zu beenden.
00:20:07: Vor allen Dingen weil sie ja an Verständigungen und an interreligiösem Dialog ganz stark arbeitete.
00:20:13: Die machen ja Programme unabhängig vom Glauben.
00:20:16: Sie sind katholischer Sender, aber bieten... Mathe-Stunden für alle an.
00:20:21: So habe ich es verstanden, oder?
00:20:22: Ist so und das ist ja tatsächlich auch was ganz Grundlegendes für den Libanon.
00:20:27: Man muss sich immer wieder bewusst machen dass der Libanonn Menschen ganz viele verschiedene Glaubensrichtungen beherbergt und eigentlich auch innerhalb des Libanons das immer gut funktioniert hat in weiten Teilen und dass diese Mischung sicher sogar im politischen System immer niederschlägt.
00:20:44: also Es gibt diesen religiösen Proports im Parlament zum Beispiel.
00:20:49: Also ist er
00:20:49: festgeschrieben?
00:20:50: Das
00:20:50: ist festgeschriben, also z.B.
00:20:52: der Präsident des Landes ist immer ein maronitischer Christ.
00:20:56: Während der Ministerpräsident muss immer aus dem sunnitischen Kreis kommen und der Parlamentspräsident isst ein Ski-Eat, das ist fest geschrieben sozusagen.
00:21:04: Ah okay!
00:21:04: Also mich dass das mal wechseln kann
00:21:06: auf alle drei.
00:21:07: Und damit möchte der Libaner natürlich auch immer offiziell diesem Gewicht verleihen und sagen wir arbeiten zusammen.
00:21:14: Es gibt natürlich immer auch Gegenbeispiele.
00:21:16: Ich habe bei Intripoli damals auch berichtet von den Straßenkämpfen zwischen Sunniten und Jäten, die es früher gab.
00:21:24: Aber grundsätzlich ist das ein Thema für den Libanon und die Mehrheit möchte da auf einer ganz anderen Ebene zusammenarbeiten im Libanonen und möchte einfach, dass dieser Staat funktioniert ungeachtet der religiösen Zugehörigkeit.
00:21:39: Aber das ist dann ein herber Einschnitt in die Arbeit oder?
00:21:43: Oder kann sie einfach so weitermachen?
00:21:45: Die Juliana macht weiter.
00:21:46: Ich habe auch gefragt, ob sie überhaupt gerade im Lunch ist, weil sie hat auch gute Verbindungen ins Ausland und hat auch Familie im Ausland.
00:21:52: Aber nein!
00:21:52: Sie ist da.
00:21:54: Es ist ihr glaube ich auch wichtig dazu sein, ihre Arbeit fortzuführen.
00:21:58: Das tun sie ja auch mit ihrem Fernsehsender in dem sie eben solche Dinge auch in die Medien bringen und dann politisch auch werden.
00:22:05: also das sieht sie sicherlich gerade als ihrer Aufgabe.
00:22:08: Journalistin halt.
00:22:09: Genau tolle Frau.
00:22:11: Jeder siebte ist auf der Flucht innerhalb des Libanons und du hast auch mit dem Jesuiten-Flüchtlingsdienst gesprochen.
00:22:20: Was tun die jetzt gerade?
00:22:21: Ich versuche gerade mir vorzustellen, gibt es ja Fluchtrichtungen, gehen alle nach Beirut oder wer geht wohin?
00:22:27: Ja also tatsächlich das Thema Flucht und Vertreibung und Geflüchtete ist für den Libanon immer ein Thema gewesen.
00:22:35: Deswegen hat der Jesuiten-Flüchtlingsdienste in dieser Region sehr viel zu tun.
00:22:40: Es gab schon immer palästinensische Geflüchtete.
00:22:43: Durch den Konflikt mit Israel, eine ganz große Gemeinde.
00:22:48: Es gab durch den Syrienkrieg dauerhaft sehr viele syrische Geflüchtete im Lande.
00:22:53: es gibt jetzt... Die
00:22:55: sind ja auch nicht wieder zurück bislang oder noch zu dem Teil?
00:22:57: In
00:22:57: Teilen sind sie zurück in Teilen aber auch nicht weil wir wissen ja in Syrien ist irgendwie auch immer noch dieser Status quo gesetzt.
00:23:06: wo fängt man mit dem Aufbau an?
00:23:08: Und es gibt, darüber hatten wir auch schon mal gesprochen.
00:23:13: Habe ich auch im Mission-Magazin schon thematisiert eine durchaus beträchtliche Zahl an Arbeitsmigranten und Migrantinnen in Libanon, also besonders Frauen aus Ländern wie Äthiopien, Eritrea, Australanka die als Hausangestellte beschäftigt sind.
00:23:31: Diese Sklavenähnlichen Arbeitsverhältnisse von denen du damals berichtet hast?
00:23:36: Das kafala System ist vor
00:23:38: Ort heißt,
00:23:38: genau.
00:23:39: Und das ist eine eigene Geschichte kann man auch im Mission Magazin nachlesen.
00:23:45: Das sind natürlich überwiegend Frauen die dann ganz am Ende der Kette sozusagen stehen und es sind oft die dem zu diesen vulnerabelsten Gruppen gehören, die im Falle eines Krieges gleich schlimm betroffen sind also wie Frauen Kinder ältere Menschen allgemein aber eben auch diese Arbeitsmigrantinnen die dann schnell auch entlassen werden, die keine Rechte haben.
00:24:09: Die dann schnell auf der Straße stehen und dann auch nichts haben, oft nicht mal ihren Pass und nirgendwo hin können weil sie auch keine familiären Strukturen haben.
00:24:17: Und da haben wir ja auch beim Missionprojekt des Olives Shelter das sich um diese Arbeitsmigrantinnen kümmert.
00:24:23: Da war eben auch die Projektpartnerin in dem Jahr als Gast beim Weltmissionsmonat?
00:24:29: Genau!
00:24:30: Das ist die Nohabu Kors von dem Karitas Libanon Micron Center Mit der ich auch Kontakt hatte jetzt gerade eben erst, die mir auch geschrieben hat das Oli Shelter ist überfüllt.
00:24:42: Ja weil natürlich dann genauer solche Frauen wieder hinten runterfallen wenn Leute sich auf die Flucht machen, wenn irgendwie Häuser zerspürt werden.
00:24:50: Also im Prinzip
00:24:50: da waren Frauen aus, lass sagen, Äthiopien in einem Haushalt und dieser Haushalt löst sich auf, weil dieser Haushald flieht und die nehmen sie halt einfach nicht mit
00:24:58: zum Beispiel
00:25:00: oder
00:25:00: es werden ganz selbst Gebäudezüge ja auch in Beirut zerstört, wo solche Frauen arbeiten und leben.
00:25:06: Dann haben die gar nichts mehr.
00:25:09: Das Olli-Shelt ist überfüllt.
00:25:10: man versucht sich zu kümmern Man guckt wie man weiter Plätze schaffen kann für diese Menschen.
00:25:16: Aber eben auch der Jesuiten Flüchtlingsdienst im Beirot Die jetzt auch von uns ganz aktuell Nothilfe Unterstützung bekommen um ihre Arbeit ausweiten zu können Haben jetzt auch erzählt Wie
00:25:30: sie es versuchen.
00:25:32: Du tippst mal zur Hand, weil so viele Informationen sind.
00:25:34: Ich
00:25:35: hab wahnsinnig viele Stimmen, das kann ich mir gar nicht alles merken.
00:25:37: deswegen ja ich nehme mal kurz ein Blatt hier wo ich mir das notiert habe.
00:25:41: Da haben wir zum Beispiel von dem Daniel Korn, dem Regionaldirektor und auch eine Nachricht bekommen der eben auch gesagt hat es sind schwierige Tage und jeder Betrag hilft uns gerade einfach.
00:25:52: normalerweise machen die Jesuiten Bildungsprogramme viel Berufsbildungsprogramm kümmern sich auch um Zukunft eben vom Geflüchteten.
00:26:01: Und jetzt ist es gerade so, das gibt in Beirut eine große Jesuitenkirche St.
00:26:06: Joseph und da sind die Türen mal wieder, gab's in der Vergangenheit natürlich auch geöffnet.
00:26:12: Es wird umfunktioniert zu Notunterkünften.
00:26:14: Auch die Büros der Mitarbeiter zum Beispiel Schönen
00:26:17: sind ja immer geöffnete bei Kirchen.
00:26:18: Also was heißt das jetzt?
00:26:19: Dass man Matratzen reinlegt Matratzendecken Auch die Büro dass die Leute da schlafen können Dass sie sich irgendwo hinlegen können Sich ausruhen können.
00:26:29: Da liegen jetzt überall Matratzen tatsächlich, so wurde mir das berichtet.
00:26:33: Und es geht um Nahrungsmittel und es geht aber bei den Jesuiten auch ganz traditionell darum Gespräche zu führen also psychosoziale Betreuung dieser Menschen die vielleicht einiges schon erlebt haben hinter sich haben und sprechen wollen und auch nicht wissen wie's weitergeht.
00:26:49: Das sind
00:26:49: die Leute die vorher zum Teil am Strand saßen Also dieses Bild hab ich von der Erzählung noch im Kopf Die versuchen dann irgendwo einen Dach über dem Kopf zu bekommen.
00:26:57: der Jesuiten-Flüchtlingsdienst ist eine der Institutionen, die versuchen da zu helfen.
00:27:01: Die
00:27:01: jetzt zumindest auch mal einen Schutzraum bieten und dann muss man sehen wie es weitergeht?
00:27:07: Und ihr macht da gerade Nothilfe das heißt ihr stellt wirklich ganz konkret Geld zur Verfügung damit die Jesuiten erstmal Matratzen dahin legen können, dann was zu essen geben können und dann mit den Leuten reden können.
00:27:20: Damit
00:27:20: eben diese Akuthilfe vor Ort schnell starten kann.
00:27:23: ich habe interessanterweise grade auch in den Medien gelesen dass Dadurch, das ist ein anderer Aspekt aber fand ich spannend in dem Zusammenhang.
00:27:30: Dass in Dubai am Flughafen jetzt natürlich auch ganz viele Hilfs-, Transporte- und Häsgüter gestrandet sind momentan im Golf also in Dubai an den Flughaften?
00:27:41: Dadurch weil die Flüge ausgesetzt sind und da zeigt sich natürlich wieder dass die ON dann auch Schwierigkeiten hat um die Welt diese Güter zu transportieren.
00:27:52: Hilft mir mal geografisch ein bisschen Wärmstranden, die in Dubai bekommen.
00:27:55: Die Herrbosort nähen?
00:27:56: Also Dubai ist ja ein Riesentriebkreuz und ich bin ja gerade selber auch wieder über Dubai geflogen von Madagaskar zurück.
00:28:01: Die Golfstaaten sind die großen Triehkreuze für Afrika, für Asien.
00:28:07: Und da liegen viele Hilfsgüter und können nicht weitergeflogen werden sozusagen.
00:28:12: Da sieht man auch mal wieder wie sowas dann auch wahnsinnig schnell ins Stocken kommt Wir dann oft im Vorteil sind mit unseren Partnern zusammen oder die im Vorteils sind vor Ort, weil sie dann eben die lokalen Strukturen nutzen können.
00:28:26: Also man besorgt das alles vor Ort.
00:28:29: Achso ihr gebt das Geld direkt an eure Partner und die kaufen beim Lokalen Becker ein?
00:28:33: Genau also von uns ist ja keiner vor Ort.
00:28:35: wir unterstützen nur damit diese Arbeit gemacht werden kann überhaupt und es sind denn einfach da wird vor Ort eingekauft bei lokalem Händern auf dem Markt und so weiter.
00:28:45: Und so wird Essen besorgt, so werden Hygiene-Artikel besorgt ist ja auch gerade wahnsinnig wichtig für die kleinen Kinderwinseln zu besorgen Milchpulver oder Milch für die Fläschchen Medikamente all diese Dinge auch Hygienee Artikel für Frauen es zum Beispiel auch ein großes Thema
00:29:04: Bin und Tonpaus
00:29:06: dass man Binden und Trampons besorgen kann usw.
00:29:08: All diese Dinge, das ist am besten wenn es lokal funktioniert und so machen wir's auch die Partner.
00:29:12: Aber es fehlt eben oft am Geld und das ist das was wir dann geben können.
00:29:15: Ja vor allem weil jetzt so viele Menschen mehr sind als es vor ein paar Wochen noch waren.
00:29:19: Genau
00:29:20: Also das is' das was Wir jetzt auch tun können also einfach spenden damit Ihr Nothilfe leisten könnt.
00:29:25: Was habt ihr da vorgesehen?
00:29:27: Also wir geben jetzt aktuell mehr als hunderttausend verteilt, also die Jesuiten bekommen was in der Hauptstadt.
00:29:36: Über die päpstliche Mission soll auch der Süden dann bedacht werden sollen die Dörfer im Süden Unterstützung bekommen und natürlich die
00:29:45: PK-Ebene.".
00:29:46: Du hast ja vor allem mit christlichen Partnern, Partnerinnen gesprochen?
00:29:50: Gibt's auch so eine offizielle Stellungnahme der Kirche
00:29:53: dort?".
00:29:53: Ja tatsächlich es gibt ja den maronitischen Patriarchen, den ibernesischen das ist der Kardinalerei der doch auch immer wieder Gehör findet und sich natürlich immer politisch äußert.
00:30:06: Er hat auch gesagt, das ist ein Krieg, der uns aufgezwungen wurde und den die Bevölkerung ablehnt – man möchte den nicht haben!
00:30:13: Und deswegen geht es auch momentan neben der Nothilfe auch ganz viel um Solidarität für den Libanon.
00:30:19: Die Menschen dort wollen eben nicht mit der Hisbollah in einen Topf geworfen werden.
00:30:24: Und es geht ganz viel auch um Solidarität.
00:30:26: Ich hatte jetzt zum Beispiel auch Kontakt zu einem Studenten, den ich vor ein paar Jahren getroffen habe und auch interviewt hab.
00:30:32: Den Krieghohr.
00:30:33: mit dem habe ich auch noch Kontakt der immer noch da ist in Beirut und eben auch sagt man guckt gerade nur nach seinen Nächsten sind wir alle in Ordnung aber um uns rum ist Chaos.
00:30:44: Es geht ganz viele auch um solidarität habe ich das Gefühl dass die Libanesen sich nicht vergessen fühlen.
00:30:50: Was sagt er denn, dass du da immer mal wieder nachfragst?
00:30:52: Also er hat jetzt geschrieben, danke dir für deine Nachricht.
00:30:56: Ich bin immer noch im Beirut und arbeite und es ist Chaos!
00:31:00: Und wir hoffen einfach dass es irgendwann zu Ende geht.
00:31:04: und ja Danke für die Nachricht.
00:31:06: und das du immer wieder an uns denkst, das schreibt er.
00:31:09: Ja, das ist das zweite was man tun kann.
00:31:11: Genau das also Soforthilfe und an die Menschen denken Den Rest machen sie dann schon selbst wenn Sie dann wieder die Chance dazu bekommen?
00:31:21: Aber eben auch momentan ist Unterstützung sehr notwendig.
00:31:26: Ihr hälft dabei, wir machen für heute mal Schluss und sprechen in der nächsten Folge in vierzehn Tagen über andere Landesteile nämlich unter anderem das es heute schon angedeutet die Bäkerebene und auch über einige südliche Gemeinden Und du warst sogar auch im Kontakt mit jemandem.
00:31:45: ganz im Worten also
00:31:47: Es ausspandelt tatsächlich.
00:31:49: Wo man denkt, im Norden ist man soweit weg von dieser Konfliktsituation aber auch die haben etwas dazu zu berichten und tatsächlich in die BK-Ebene hat besondere Herausforderungen.
00:32:00: das erzähle ich dann gern.
00:32:01: und im Süden Die kleinen Dörfer entlang der israelischen Grenze sind nochmal in einer ganz besonders schlimmen Lage
00:32:08: Und darüber reden wir in zwei Wochen?
00:32:10: Sehr gerne!
00:32:11: Bis
00:32:11: dahin verabschieden wir uns nämlich
00:32:12: Christina Balbach
00:32:14: und Brück des Strauß bis bald.
00:32:17: Das war Reisewarnung mit M. München unterwegs in Afrika,
00:32:21: Asien und Ozeanien.
00:32:22: Ein Podcast von M.München
00:32:24: produziert vom katholischen Medienhaus
00:32:26: Sankt Michaelsbund.
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