Tansania: Die Massai zwischen Safari-Tourismus und Vertreibung

Shownotes

Safari-Paradies und bedrohte Heimat: Antje Pöhner beleuchtet den Konflikt um das Ngorongoro-Gebiet. Sie hat dort Projektpartner von missio München besucht.

Themen der Folge:
- Serengeti und Ngorongoro: die Geschichte der Schutzgebiete, Bernhard Grzimeks Rolle und die Folgen für die Massai.
- Naturschutz oder wirtschaftliche Interessen? Die Begründung der Regierung für Umsiedlungen und die Kritik von Betroffenen und Menschenrechtsorganisationen.
- Heimat und Selbstbestimmung: Warum Massai bleiben wollen und wie sie gegen die drohende Vertreibung protestieren.
- Kirchliche Unterstützung: Wie die Spiritaner mit Schulen und Gemeindearbeit an der Seite der Menschen stehen.
- Unterwegs bei den Massai: Begegnungen in den Bomas, Perlenarmbänder als Geschenk und Ziegensuppe zum Frühstück.

Zum Ausblick: Eine weitere Folge soll die Begegnungen mit den Massai und die Projektarbeit vor Ort vertiefen.

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00:00:00: Reisewarnung

00:00:05: mit Missio München unterwegs in

00:00:06: Afrika, Asien

00:00:08: und

00:00:08: Ozeanien.

00:00:13: Hallo ihr Lieben!

00:00:14: Schön dass ihr wieder dabei seid bei unseren reisen in Länder, in die kaum jemand reißt.

00:00:18: Diesmal geht's nach Tanzania und zwar mit Antje Pöner.

00:00:24: Wobei das kaum jemand dahin reist kann man eigentlich nicht so sagen denn wir wollen ja heute reden über den Tourismus in Tanzania.

00:00:32: Und zwar über den Safari-Tourismus.

00:00:34: also Sagen Sie, weil lassen wir mal so ein bisschen raus.

00:00:38: Und darüber das dort wo die Safaris stattfinden auch Masseileben noch?

00:00:44: Du bist selber auch nicht dorthin gefahren um eine Safari zu machen?

00:00:48: Nein, auf keinen Fall.

00:00:51: Ich bin dort hingefahren um ein Projekt von uns zu besuchen und zwar die Spiritaner über die haben ja schon mal gesprochen das ist allen Orden und diese dieses Ordens die kümmern sich vor allem um Bildung, um Schulen, um Glaubensvermittlung und sie sind eben im Gorongoro Gebiet tätig Und dorthin gibt es eben auch Safaris.

00:01:16: Also Ngorongoro liegt neben der Serengeti und viele kennen auch den Ngorungorokrater, der ist ja bekannt und total beliebt bei Touristen.

00:01:25: Ja!

00:01:26: Genau ich war nämlich schon da also damals vor fünfundzwanzig Jahren auf einem knappfünfundzwzig Jahre auf meiner Hochzeitsreise Genau da, einen Gorongorokrater und noch zwei andere Nationalparks.

00:01:38: Masai haben wir da auch gesehen.

00:01:39: also mal schauen ob wir irgendwie unsere Erfahrungen zusammentragen können.

00:01:43: War

00:01:43: wahrscheinlich ein bisschen an eine andere Reise aber ich schätze

00:01:46: ... Wunderschön wirklich wunderschöne.

00:01:50: Ja das stimmt.

00:01:51: Schwer war heute noch.

00:01:52: Das stimmt!

00:01:53: Aber du hast mir bestimmt drei Begriffe mitgebracht oder?

00:01:57: Ich hab lang überlegt was ich mache und habe dann zwei Begriffen die etwas ungewöhnlicher sind.

00:02:03: Der eine Begriff ist Zahnlücke, der andere Begriff is Ziegensuppe.

00:02:11: Und dann ist mir leider nix in dieser Reihe eingefallen.

00:02:18: also es gibt natürlich mit z ja Es gibt viele Konflikte und so weiter.

00:02:23: Also dafür gibts viele Wörter und daher habe ich dann gedacht Ich bring dir einfach was mit Max wie meine Kollegin Tini Baalbach, die auch immer was dabei hat.

00:02:33: Und hier habe ich dann in einem Tütchen für dich einen

00:02:36: Butterbootstück in meinen

00:02:37: letzten Begriff neben Zahnlücke und Siebensuppe.

00:02:43: Hey!

00:02:44: Das ist ein... Zerren-Armband.

00:02:47: Ja, genau!

00:02:48: Armbänder die die Maasai Frauen herstellen dort verkaufen viel an Touristen und ja auch selber tragen.

00:02:56: Genau wenn man wieder von denen sieht.

00:02:57: Das kennt man ja mit den Ketten und Armbändern.

00:02:59: Ich tue es mir gleich

00:02:59: um hier.

00:03:00: Guck mal passt wie angegossen?

00:03:01: Sehr gut.

00:03:02: Super Dankeschön.

00:03:03: Wir haben dort vor Ort viele geschenkt bekommen.

00:03:06: Wie gesagt unsere Projektpartner arbeiten dort eng mit den Maasais zusammen und stehen denen zur Seite auch mit ihren ganzen Problemen Und da wurden wir immer sehr herzlich natürlich empfangen in den Gottesdiensten und so weiter.

00:03:18: Es sind mit Geschenken überhäuft worden, du profitierst heute davon!

00:03:21: Das

00:03:22: ist doch schön!

00:03:22: Und passend zum Volova also in einem genau passenden Grün?

00:03:26: Ja super!

00:03:26: Sehr gut!

00:03:29: So viel Freude habe ich dir noch nie bereitet mit meinen Begriffen...

00:03:32: Nee!

00:03:34: Du meinst aber noch was anderes, nicht dass du mir das schenken willst.

00:03:37: Genau, das ist hier ein Schokar Rot, fast schon ins Orange gehende und knallblau kariert.

00:03:44: Das ist dieses typische Tuch das die Marseille umgebunden haben.

00:03:48: also wer schon mal in Tanzania war Die Marseilles begegnen einem ja nicht nur im Gebiet dort oder rund um den Nationalpark und im Gorongoro-Gebiet, sondern auch auf Sanzibar am Strand.

00:04:02: Stehen immer bereit für Fotos?

00:04:04: Ja genau das war bei uns damals auch so.

00:04:06: Da waren irgendwie ein paar kleine Jungs die weiß geschminkt waren im Gesicht wahrscheinlich irgendein Initiationsritus.

00:04:13: ich habe keine Ahnung gehabt was ich ganz lustig fand.

00:04:16: wahr war dass man bisschen Geld bezahlen musste fürs Foto.

00:04:19: ja Aber das ist natürlich klar, die wollen auch Geld verdienen.

00:04:23: Und warum sollen sie sich da fotografieren lassen ohne davon zu profitieren?

00:04:27: Genau!

00:04:28: Es war wirklich... Also es hat uns nicht umgebracht.

00:04:31: Der Preis, also es war irgendwie nicht mal ein Euro umgebildet.

00:04:35: Euro gab's damals an mich.

00:04:38: Wahnsinn!

00:04:41: Da hast du selber Hochzeit bald oder?

00:04:44: Ja, Nisja.

00:04:46: Wenns deine Hochzeitsreise war ...

00:04:49: Sollten wir es wiederholen?

00:04:50: Ich denke drüber nach.

00:04:54: Aber nachdem wir so viel darüber geredet haben, sollen wir vielleicht auch noch ein paar Länderinfos zu Zahlendatenfakten zum Tourismus in diesen Nationalparks hören?

00:05:03: Gerne!

00:05:04: Mehr

00:05:04: als zwei Millionen Touristen reisen pro Jahr nach Tansania.

00:05:07: Davon waren im letzten Jahr mehr als eins Komma fünf Millionen, allein in den beiden Nationalparks Serengeti und Ungoro-Ungoro Dort wo Bernhard Czimek von den neunzehntundfünfziger bis in die späten neunzenhundertsiebziger Jahre seine Filme gedreht hat.

00:05:20: In den vergangenen drei Jahren war die Zahl der Touristen um mehr als fünfundzwanzig Prozent angestiegen.

00:05:26: Die Gründe für diesen Zuwachs, mehr Menschen starten ihre Reise jetzt in Tanzania und nicht mehr in Kenia.

00:05:32: Das liegt unter anderem auch daran dass es eine groß angelegte Marketingkampagne der Regierung gab.

00:05:37: Die tut dem Tourismus gut aber nicht unbedingt allen Menschen in Tanzanie.

00:05:42: Nämlich den Masai überhaupt nicht!

00:05:46: Und um genau zu sein hat diese Bewegung Jimacke ja damals gestartet hat schon damals den Masseil geschadet.

00:05:53: Das war mir irgendwie gar nicht bewusst, du hast jetzt auch noch mal darüber recherchiert.

00:05:57: ich habe noch ein bisschen nachgelesen.

00:05:59: Machst uns mal zusammenfassen wie das alles zustande gekommen ist mit diesen super schönen Nationalparks?

00:06:05: Ja jeder kennt oder

00:06:08: Die älteren unter uns

00:06:12: kennen den Film Serengeti darf nicht sterben, den Bernhard Schimmelck mit seinem Sohn gemeinsam gedreht hat eben im Serengetigebiet.

00:06:21: und man muss wissen dass damals die Serengete also der Nationalpark gegründet wurde von den Briten.

00:06:29: Also schon noch von der Kolonialmacht?

00:06:31: Ja ja von der kolonial macht genau.

00:06:32: Tanzania war ja so das zuerst oder das Gebiet, das heute Tanzania heißt.

00:06:37: Da waren ja zuerst die Deutschen als Kolonialmacht.

00:06:39: Deutsch-Ostafrika bis zum Ersten Weltkrieg und dann die Briten bis zur Unabhängigkeit des Landes Anfang der Sechzigerjahre.

00:06:48: Genau!

00:06:48: Ich habe gerade geschaut.

00:06:50: Weißt du es genauer?

00:06:51: Ja also sie sind ja alle irgendwie so in den frühen Sechzigern unabhängig geworden.

00:06:54: Ja... Und Jimmick hat sich dafür eingesetzt auch mit diesem Film sei denn geht ihr darf nicht sterben dass die Serengeti als Nationalpark nicht von Menschen bewohnt werden darf.

00:07:07: Also das angestammte Land der Maasai ist im Grunde dieses Serengetigebiet, des damals noch die heutige Serengeti, den Nationalpark und den Gorongoro, diese Conservation Area.

00:07:20: Genau, das geht irgendwie alles ein bisschen ineinander über.

00:07:23: Das ist alles schwierig!

00:07:26: Es gibt die Serengeti, den Nationalpark und den Ngorongoro Krata – das ist so das Highlight für den... Safari-Tourismus.

00:07:34: Und dann gibt es eben noch die Ngorongoro Conservation Area, das ist quasi ein Naturschutzgebiet aber kein Nationalpark und

00:07:42: d.h.,

00:07:42: die Briten haben damals so gemacht dass die Marseille aus der Serengeti zwangst umgesiedelt wurden in dieses heutige Umweltschutzgebieten

00:07:53: rund

00:07:54: um den

00:07:54: Krater und

00:07:55: auch im Krater.

00:07:57: In den letzten Jahren, in der wir uns noch ein paar Jahre hatten, haben wir das nicht mehr gesehen.

00:08:03: Wir haben es

00:08:05: im Jahrzehnt

00:08:06: geliebt und jetzt sind wir wieder da.

00:08:10: Und dann ist es so, dass man sich

00:08:15: auch mit dem Vierteljahr herrscht?

00:08:19: Ja, ich glaube schon.

00:08:20: Ich glaube ja auch, dass die Viertelljahre hier nicht in die Quere kommt.

00:08:27: da drin war oder in einem der anderen beiden Parks, wo wir waren.

00:08:31: Also

00:08:32: heute ist es so dass die dann nicht mehr ihr Vieh weiden lassen dürfen.

00:08:36: Wobei sie

00:08:36: sich ja nicht in die Quere kommen.

00:08:41: Sie haben das auch im Grunde akzeptiert, dass sie jetzt eben in diesem Naturschutzgebiet leben.

00:08:45: Und das Problem ist eben jetzt, dass die tansanische Regierung, die schon seit einigen Jahren einfach raushaben will aus diesem Naturgeschutzgebieten Gorongoro und umsiedeln wollen in Modelldörfer fünf bis sechshundert Kilometer weiter weg.

00:09:04: Wie gesagt, ich bin ein paar mal drüber gestolpert als Touristin.

00:09:07: Ich fand das total cool die zu sehen und ich glaube dass die auch irgendwie immer auf allen möglichen Werbe-Geschichten da zu sehen sind.

00:09:14: Das ist wirklich paradox, weil tatsächlich gibt es ganz viele Hinweisschilder oder so überlebensgroße Statuen – ich habe auch im Missingemagazin über die Arbeit unserer Projektpartner mit dem Masai und die Unterstützung für den Masai geschrieben und da ist ein Bild drin von einem großen Masaikrieger mit Speer und das ist ein Metallschild und es wird geworben mit Safariland.

00:09:37: Und gleichzeitig wollen sie die weg haben.

00:09:40: Also, Sie wollen die als Touristenattraktion schon noch am liebsten so ... Ja, dass sie ihre Tänze vorführen und einen Schmuck verkaufen.

00:09:47: Aber Sie wollen halt einfach die großen Viehherden raushaben.

00:09:52: Die Marseille- und auch Menschenrechtsorganisationen werfen der Regierung vor, das ist nur unter dem Vorwand des Naturschutzes passiert, des Tierschutzes.

00:10:01: Weil die Regierung sagt es werden immer mehr Marseilles, die Herden werden größer Und deswegen muss die Natur geschützt werden.

00:10:09: Die Masai sagen, was ihr eigentlich wollt ist ein Gorongoro Naturschutzgebiet auch zu einem Nationalpark umzuwandeln damit quasi die Menschen zu vertreiben Indigenen, also die Marseille und es gibt noch zwei andere Ethnen.

00:10:26: Aber gleichzeitig wollt ihr dann die Touristen durchschleusen und mehr und mehr Tourismus machen?

00:10:32: Du hast mir auch ein paar Links geschickt vor mir das wirklich lustig ist dass diese Hotels quasi aussehen wie Dörfer von den Marseilles.

00:10:40: genau

00:10:41: jetzt ist natürlich die Frage Welche Ansammlung stört die Tiere mehr dabei, so zu leben wie sie immer gelebt haben?

00:10:49: Ein Argument ist auch, die Masai würden den Tieren des Wasser wegnehmen.

00:10:53: Weil sie das Wasser der Seen mit benutzen und ... Todismus brauchen bestimmt mehr Wasser als was jetzt.

00:11:02: Also das ist alles sehr, sehr ...

00:11:04: Um was wirklich Unanständiges zu sagen in unserem ... Also es war irgendwie so ein Luxustent, glaub ich.

00:11:11: Ich weiß jetzt nicht genau, welches Hotel in welchem war ... Aber Tatsache ist wir hatten einen Pool.

00:11:18: Sag' ich nur mal so!

00:11:19: Wir haben ihn nicht genutzt weil das war ... Also

00:11:20: ich hab keinen Pool gesehen in den traditionellen Boomers der Maasai.

00:11:25: Also Boomers sind die Dörfer, in denen die Wohnen ... Das kennt man auch, das sind so Rundhütten, die sind aus Kudung und Stroh gebaut mit einem Strohdach, Holzdach und dann ist eben meistens ein oder zwei Weiden so kreisrunde Weiden.

00:11:42: Da werden die Tiere abends wenn sie dann

00:11:46: satt

00:11:46: sind werden wieder

00:11:47: zurückgetrieben wie bei

00:11:49: Siegen

00:11:50: Bauernhöfen hier auch ihre Kühe noch auf der Weide haben und einen Stall.

00:11:56: Und die Marseilleben eben seit Jahrhunderten in Einklang mit der Natur, die jagen keine wilden Tiere.

00:12:03: Also sie essen die nicht.

00:12:06: Sie essen wirklich nur ihre Rinder scharfe Ziegen.

00:12:11: Ja also es hat gut funktioniert und sie sagen halt ist das nur ein Vorwand dass sie gehen sollen?

00:12:17: Weil was ich mich eher gefragt habe war diese einfachen Zäune und dann kommt da so'n Löwe vorbei Der kommt doch da rein, oder?

00:12:25: Das sind ja schon so AK- ... Ich glaub meistens aus Akazien.

00:12:28: Also Dornenzäune ist umzäunt und scheinbar ist es Schutz.

00:12:33: Und was die mir auch erzählt haben ist der Löwe wenn er mal angreift, der reißt dann ein Rind und dann isst er das halt und dann ist er auch satt.

00:12:42: also der würde nie.

00:12:44: Da gibt's keine Probleme zwischen Blutrausch

00:12:46: oder

00:12:47: sowas.

00:12:48: Das heißt jetzt einen Rind schreiben sie ab da dann auch Löwen rumliegen sehen, die satt waren.

00:12:55: Ah ja?

00:12:56: Die waren

00:12:56: wirklich wie Kuschelkätzchen, du hättest sie glaube ich am Bauch kraulen können.

00:12:59: Hättest du natürlich nicht aber du hattest so das Gefühl du könntest und daneben lag dann damals was aber ein Büffel der einen Loch im Bauch hatte.

00:13:10: Ja nee, die fressen halt erst das Gdärmen weil da die Vitamine sind, weil da noch etwas unverdaute Gras ist Alles gelernt.

00:13:18: Also,

00:13:18: es waren in den

00:13:19: Fußreisen um Halladi Falfi!

00:13:23: Aber die Masai stören also die Tiere?

00:13:27: Nein, sie stören eben nicht genau.

00:13:29: Das haben im Grunde das sagen Sie und auch... Menschenrechtsorganisation, dass das einfach nur der Vorwand ist.

00:13:37: Dass sie stören würden die Natur stören würde.

00:13:39: und also was ich hier zu gelesen habe und was die mir auch erzählt haben so Tourismus Das ist ja es kostet zwar Geld nicht der Eintritt in die Parks und alles aber das richtig große Geld macht die Regierung mit Auch Großwildjagden Und da gibt's eben so extra Parkes.

00:13:56: Also existiert schon in Lollyondo wo eben unsere Partner auch eine große Schule haben, wo Katichisten ausgebildet werden.

00:14:04: und da in dem benachbarten Gebiet gibt es schon seit den siebziger Jahren ein großes Jagdgebiet der ich glaube der Dubaier Königsfamilie.

00:14:14: Und da geht's eben darum dass man alles jagen kann was man möchte.

00:14:19: Diese Nationalparks um mal wieder bei Herrn Jimmick Mit der Person hatte ich mich nie auseinandergesetzt, nicht wie gesagt.

00:14:25: Damals nur Kind.

00:14:26: Dienstagabend, zwanziger, fünfzehn ein Platz für Tiere.

00:14:30: Ich hab's geliebt.

00:14:31: Der hat doch diese Einrichtung der Nationalparks vorangetrieben um die Tiere zu schützen.

00:14:36: Im Nationalpark gibt es in Serengeti-Nationalpark nichts so'n.

00:14:43: dieses Gebiet was sich jetzt von der Dubaier Königsfamilie das ist in diesem Gorongoro-Distrikt

00:14:50: also nicht in dem gerade selbst sondern Irgendwo drumherum.

00:14:53: Es gibt

00:14:54: den Krater, den Distrikt drum herum

00:14:56: und dann noch das Ngorongoro Naturschutzgebiet.

00:14:59: Also es ist

00:15:00: komplex?

00:15:01: Das Naturschutzgebiet ist kleiner als der Distrikte ja.

00:15:04: Ja, da drin

00:15:06: ist das Naturschussgebiet und da drinnen ist der Krater.

00:15:09: Genau!

00:15:10: Und die Hauptstadt des Distriks ist eben Lollondo, das ist aber außerhalb des Naturschußgebiets Und da gibt's zum Beispiel so ein großes Game Drive heißen ja diese Gebiete.

00:15:24: Da sagen die Masai, dass die Regierung, die Präsidentin dann noch viel mehr von solchen Gebieten machen will wo dann eben Großfeldjagd betrieben werden kann weil das wirklich lukrativ ist.

00:15:35: Aber wie gesagt diese Parks wurden ja eingerichtet weil die Bestände ja ganz stark zurückgegangen waren und sie haben sich ja wohl irgendwie In den Parks zumindest ganz gut stabilisiert.

00:15:48: Also in den Parks gibt es ausreichende Elefanten, jetzt scheuchen die dann darüber oder wahrscheinlich nicht?

00:15:56: Wenn man nachließt... Es dürfen auch natürlich nicht alle Tiere abgeschossen werden, war los, sondern die wählen...

00:16:04: Bei Nazwander ist wahrscheinlich Schluss?

00:16:05: Ja, obwohl ich auch dargelesen habe dass es da auch Möglichkeiten gibt Das sind dann halt Sondergenehmigungen, die aufgrund des Alters der Tiere und so weiter.

00:16:15: Und auch wieder zum Arten-Schutz solche Argumente gibt es einfach ... Ich

00:16:20: weiß noch wie meinem Reiseführer damals stand, dass die letzten vier Nashörner Vornamen haben?

00:16:26: Ah!

00:16:28: Also das fände ich schon ziemlich übel muss ich

00:16:30: gestehen.

00:16:32: Was mir die Marseille mit denen ich gesprochen habe auch erzählt hat, ist dort in diesem Loliondo Gebiet wo die arabischen Touristen kommen, dass es da eben richtige große Landebahnen gibt.

00:16:45: Wo dann eben die Flugzeuge direkt landen können – die Privatschätts und dann werden da eben die Trophäen verladen direkt dort und werden dann ausgeflogen mit natürlich Genehmigung der Regierung.

00:16:57: Und das aber auch lebende Tiere gefangen werden.

00:17:00: und eben in diesem großen Safari Park, neben Dubai gibt's so einen wahnsinnig großen Safari-Park, obwohl der größte Park außerhalb Afrikas und das da vor allem habe ich gelesen so Masai Giraffen hingebracht werden.

00:17:18: Und dann hab' ich wirklich gleich gedacht, die kleinen Giraffenbabys, die dann dahin kommen.

00:17:24: Andererseits weil ich mich ja auch mit Schimmek Nach dem Zweiten Weltkrieg mit der zoologischen Bewegung, und er hat ja auch den Zoo in Frankfurt wieder aufgebaut.

00:17:34: Genau,

00:17:35: der war Zoodirektor dann da auch?

00:17:36: Und der hatte ja auch Tiere aus Afrika geholt seine erste Reise zusammen mit seinem Sohn, damals war er erst sechzehn oder so.

00:17:45: Da sind die aufs heutige Gebiet der Elfenbeinküste und sind dann mit einem Lastwagen eben Wirklich durch Afrika gefahren und haben da auch, ich glaube Gorillas oder so was mitgenommen nach Frankfurt.

00:17:58: Und das ist ja natürlich jetzt nicht mehr zeitgemäß.

00:18:00: Wenn man sich auf YouTube kann man das angucken wie der Chimik da auch im Fernsehen.

00:18:05: Da liefen dann Leoparden im Studio rum oder eben

00:18:09: auch

00:18:09: ... Es gibt ein ganz berühmtes Bild, da gibt er dem Schimpansen in eine Zigarette.

00:18:16: Genau, das gibt's!

00:18:17: Und auch ne Schwarzwäder Kirschtorte, so'n Stück Ist ja da.

00:18:21: Also ist natürlich auch nicht mehr ... Und wenn man denkt, gut in den fünftiger Jahren war das bei uns, jetzt werden halt Giraffen nach

00:18:30: Dubai

00:18:31: gebracht.

00:18:32: Das ist schon schräg, ne?

00:18:33: Direkt wahrscheinlich neben die Skipiste oder so.

00:18:35: Ach so,

00:18:36: ich weiß nicht.

00:18:38: Völlig verrückt!

00:18:39: Du kannst

00:18:39: heute Skifahren und morgen ...

00:18:41: Ja du machst also die nächste Weltreise innerhalb von Dubai.

00:18:45: Okay, das ist jetzt nicht ganz unser Thema.

00:18:46: zurück nach Tanzania.

00:18:47: Genau.

00:18:50: Wo hängt das denn jetzt gerade mit der Vertreibung, also diese Präsidentin?

00:18:56: Die hat dann im Prinzip so eine Kampagne gestartet, dass man den Tourismus fördert.

00:19:02: Und dabei aber die Masai vertreiben?

00:19:04: Nein,

00:19:04: denn den Buddhismus fördern.

00:19:06: Das ist jetzt keine offizielle Kampagne.

00:19:09: Sie sagt, die Masais sollen gehen um den Naturschutz zu fördern.

00:19:13: Ah okay Ja

00:19:14: Die ist ja Präsident in Zeit ich glaube einundzwanzig.

00:19:18: Maga Fuli war der Präsident davor.

00:19:20: Der ist gestorben.

00:19:22: Man vermutet an Corona.

00:19:23: Er hat absoluter Corona-Leugner und hat keinerlei Maßnahmen im Land ergriffen und der ist dann gestorbt.

00:19:30: also ich weiß nicht ob das jetzt Wenn man's googelt, dann

00:19:34: munkelt.

00:19:36: Und sie war dann seine Nachfolgerin und man hatte erst große Hoffnungen in Sie.

00:19:41: Das tanzanische Volk war total happy am Anfang.

00:19:44: Man hat wirklich gehofft dass sie den Wandel bringt nach dem Autokraten und das hat sich aber dann schnell ins Gegenteil verkehrt.

00:19:53: ja eskaliert ist alles dann im Grunde im letzten Jahr.

00:19:56: da gab es nämlich dann wahlen verhindert, ausgeschaltet.

00:20:02: Dann gab es ziemliche Proteste im ganzen Land auch eben in Arusha wo die Touren in dieser Rengete und so anfangen.

00:20:09: Wo auch unsere Projektpartner, die Spiritana da

00:20:12: Also im Norden von Tanzania muss man sagen, falls sich irgendjemand wundert.

00:20:16: Genau,

00:20:16: man fliegt die Ortenia

00:20:18: und dann... Das ist durch die Serengetige die Grenze zwischen Kenia und Tanzania.

00:20:22: Und die Marseilleben eben auch in.

00:20:24: der Kilimanciaro ist da oben, da die Ecke ist es.

00:20:27: Kilimancaro ist Gebiet Tanzania und die Masseileben in Tanzania im Norden und im Süden Kenias.

00:20:34: Genau, genau.

00:20:36: Und die haben auch protestiert?

00:20:37: Dann hat die Bevölkerung protestiert und sie hat das ziemlich blutig niedergeschlagen.

00:20:42: also die Regierung hat zugegeben fünfhundert achtzehn glaube ich ist die Zahl an Toten aber Inoffiziell, also die Menschenrechtsorganisation sagen es geht in die Tausende.

00:20:54: Und auch ich habe mit unserem Projektpartnervater Albano unterwegs gewesen der eben im Gorongoro Schutzgebiet seine kleine Pfarrei hat und er hat recht offen gesprochen über die Abneigung zur Präsidentin.

00:21:10: das habe ich aber überall gespürt weil es hängen überall noch Wahlplakate von ihr und jeder hat wirklich ziemlich offen, ziemlich abfällig über sie gesprochen.

00:21:20: Und er hat halt gesagt, er kennt Leute die im Krankenhaus arbeiten, die sagen allein bei uns im Kranken- haus waren es fünfhundert leute, die kamen und nicht überlebt haben verletzt schwer verletzten.

00:21:30: also sind die wirklich mit militär gegen die?

00:21:34: davon hat man hier nichts mitbekommen.

00:21:35: doch man hat schon Ja, also wir von Milzio waren schon auch ... Wir haben die katholische Kirche.

00:21:42: Die Bischofskonferenz hat sich auch sehr deutlich geäußert und der Sekretär der Bischoffskonference wurde bei einem Anschlag schwer verletzt.

00:21:50: Also das ging durch die Medien.

00:21:52: aber klar es geht grad so

00:21:53: viel.

00:21:53: Also einundzwanzig hatten wir alle andere

00:21:56: Sachen am Schiff?

00:21:56: Nee, nee, das war nicht einund zwanzig.

00:21:58: Das war letztes Jahr, fünfundzwanzig.

00:21:59: Fünfundzehn!

00:22:00: Okay.

00:22:00: Habt

00:22:01: ihr gepennt?

00:22:02: Jetzt war erst Ende Oktober großer Gedenktag Das war der große Gedenktag.

00:22:11: Also ein Jahr nach den Ausschreitungen, nach den vielen Toten hat die Kirche initiiert eben die Tanzhanische Kirche

00:22:18: und die Regierung gibt also zumindest zu das da mehrere hundert Menschen gestorben sind?

00:22:23: Ja haben sie denn noch irgendeine Hoffnung dass sie bleiben können?

00:22:27: ich habe in einem Dorf hab ich einen getroffen der ist Den hatte ich schon bei Vater Albano getroffen.

00:22:37: Der ist der Schulrektor von der Schule neben der Pfarrei und er ist sehr engagiert in der Sache der Marseille.

00:22:46: Und er war eben auch dabei, vierundzwanzig, zwanzigvierundzwanzig war das.

00:22:51: Da haben die Marseillen großen Protest gestartet, haben sich eben zusammengetan und haben die Haupt-Touristenstraße zwischen Ngorongoro und Serengeti komplett blockiert.

00:23:02: Das ist dann immer gut, dass wirkt!

00:23:07: unblutig ausgegangen, glaube ich.

00:23:10: Also es ist niemand verletzt worden oder sowas und wir haben dann tatsächlich die Regierung dazu gebracht kurzzeitig wieder Zuschüsse zu bezahlen was dann aber auch wieder eingestellt wurde Und die Präsidentin hat sich bereit erklärt mit den Menschen mal zu sprechen Was dann aber nicht so war dass sie ins Naturschutzgebiet gekommen ist sondern sie ist wohl nach Arusha gekommen und die Masai mussten danach Arushaa und da gab's eine Versammlung Und da konnten wenigstens die Menschen mal vorsprechen, die dorthin sind.

00:23:43: Die haben dann auch gesagt ja wenn wir da umgesiedelt werden sollen wie sollen wir unsere Sehen bitte mit weh nehmen?

00:23:48: Wie sollen wir unseren heiligen Berg mitnehmen?

00:23:51: Diese haben versucht ihr zu erklären was das für sie bedeutet dass das Heimat ist und der junge Mann hat mir nur gesagt dass es im Grunde nicht viel gebracht hat.

00:24:06: Es war eine große Aktion, die auch weltweit wenigstens mal in Zeitung und den Nachrichten war.

00:24:12: Aber im Grunde hat Samias Lu Hassan jetzt Kommissionen eingerichtet, die aber wieder nur bestätigt haben dass die Masseille zu viele werden der Naturschaden Also diese Zwangsumsiedlung bestätigen.

00:24:29: Aber er sagt, sie wollen weiterkämpfen und so wie damals sich aus der Serengeti vertreiben zu lassen oder auch aus dem Gorongorograter.

00:24:37: das wird nicht mehr passieren weil Sie haben ja mittlerweile Handys.

00:24:41: durch Solarstrom kann man Handys aufladen.

00:24:43: also sie haben sie haben können kommunizieren und sie werden sich zusammenschließen.

00:24:52: Und

00:24:53: da hängt es jetzt gerade.

00:24:54: aber ist herrscht schon.

00:24:58: Man merkt schon, dass eine große Angst herrscht.

00:25:01: Gerade dadurch das sie bei den Wahlen ... Blutig gegen die Demonstranten vorgegangen ist, haben die Leute einfach schon wahnsinnige Angst.

00:25:12: Also der junge Mann mit ihm ich gesprochen habe, er hat mir auch sein Namen und alles gegeben und wir haben Telefonnummern ausgetauscht und er hat danach mich kontaktiert und gesagt also auf keinen Fall mein Name nennen und weitere Details weil er hat einfach Angst dass er Schwierigkeiten bekommt wenn meine Reportage im Netz steht das dann eben wirkliche Probleme geben kann.

00:25:34: Und auch Vater Albano und die Spiritaner sagen, wir wollen eigentlich nicht politisch uns an die Seite stellen.

00:25:42: Wir lassen die Politik einfach aus dem Vor.

00:25:44: Wir sind da!

00:25:44: Wir sind an der Seite der Menschen.

00:25:46: Wir bleiben so lange da wie die Menschen auch da sind.

00:25:49: Wir unterstützen sie durch Schulen und so.

00:25:51: aber sie wollen nicht politischer laut werden.

00:25:55: Also die Leute von der Kirche, die dort arbeiten... Die Bischofskonferenz in Dar es Salaam setzt sich schon offen ein für die Menschenrechte der Masseille.

00:26:05: Wo kommen sie denn da hin?

00:26:06: Also was plant die Präsidentin, wo sollen die dann wohnen wenn die dort nicht mehr wohnten können?

00:26:15: Die haben ja gesagt Sie sind vorgesehen.

00:26:17: ich weiß nicht ob das für alle gilt.

00:26:19: in der Region Tanga du warst da glaube ich schon mal hast du mir im Vorgespräch erzählt

00:26:24: ist an der Ostküste es direkt am Meer und ziemlich schön.

00:26:30: Ja, also es ist fünf, sechshundert Kilometer entfernt.

00:26:36: Und es gibt da eine Modellstadt habe ich jetzt gelesen.

00:26:40: die leben dann nicht mehr in Bomaß sondern das sind Backsteinhütten mit Wellblechdächern Guter Infrastruktur, jeder soll ein Häuschen mit drei Zimmern bekommen.

00:26:51: Mit wohl auch Toiletten, mit Wasser, Strom und großzügig Land soll auch jeder bekommen.

00:26:57: Die sollen dann eben landbewirtschaften können aber das ist natürlich nicht das was sie wollen.

00:27:03: Ihr Leben sind die Vieherden ihr Leben ist die Savanne Und Sie sagen wir haben so lange in Einklang mit der Natur gelebt.

00:27:13: Warum sollen wir jetzt weg?

00:27:15: Also einerseits klingt's jetzt nicht schlecht, fließendes Wasser und Strom.

00:27:18: Aber es ist keine selbstgefählte Entscheidung?

00:27:21: Ja also sie sollen halt die Wahl haben und sie sollen aus sich heraus entscheiden können was sie wollen.

00:27:28: vielleicht entscheiden sich ja viele oder einige und gehen aber dieser Zwang und diese Maßnahmen die da ergriffen werden dass man ihnen keinerlei Infrastruktur mehr bietet das mir ihn verbietet in Sehen Wasser zu holen und sowas Ja,

00:27:43: genau.

00:27:43: Ich hatte es lang noch immer nicht verstanden warum die überhaupt stören also habe ich immer noch nicht verstandene.

00:27:50: alle Pläne die die präsidentin hat könnte sie auch umsetzen mit den maßai da wo sie gerade sind.

00:27:55: ja ich glaube große hotels bauen.

00:27:58: Also ich glaube, es geht viel darum das zu einem Nationalpark zu machen.

00:28:02: Dass man dann auch so ein bisschen machen kann was man will natürlich mit Umweltschutz auflagen aber die Masseis sind halt quasi unberechenbar.

00:28:09: Die sind dann eine Zeit lang paar Jahre in ihrer Boma und dann brechen sie alles ab und ziehen weiter Und dann sind da diesen großen Rinderherden, die wahrscheinlich stören.

00:28:20: Wie ging es dann weiter?

00:28:22: Wie kann man da weitermachen als Regierungschefin?

00:28:25: Sie wurde mit siebenundneunzig, acht, acht Prozent oder sowas habe ich gelesen.

00:28:29: Gewählt und ... Von

00:28:30: wem?

00:28:32: Ja!

00:28:33: Die Gitte

00:28:33: von

00:28:33: den Leuten!

00:28:35: Welche Staiewahlen?

00:28:37: natürlich!

00:28:38: Also jetzt

00:28:39: wird von Wahlbetrug gesprochen und alles.

00:28:41: aber...

00:28:42: Was hat das internationale Wahlbeobachter gegeben?

00:28:45: Bestimmt

00:28:46: Und die haben das wahrscheinlich durchaus kritisiert Verstehe.

00:28:51: Und die Wahlplakate haben die Masseil noch immer nicht abgerissen aus

00:28:53: Wut?

00:28:54: Die haben gesagt, es waren... Also der Vater Alvano hat gesagt hier waren überall also von Arusha Richtung Andulen ist seine Pferderei gefahren sind mehrere Stunden.

00:29:05: da hat er gesagt ja hier waren überall alles war gepflastert das wurde viel runter gerissen aber einige Plakate gibt's halt immer noch.

00:29:14: Also du hast niemanden getroffen, der sie gewählt hat.

00:29:17: Nein ich habe niemanden Getroffen.

00:29:18: aber das was sich sehr sehr skurril fand war im Gorongoro Naturschutzgebiet eben wo auch der Vater Albanos seine Pfarrei hat und wo die Katikisten die ausgebildet werden dort auch arbeiten.

00:29:32: also Ganz kurz, die werden dort eben ausgebildet um Leute wie den Vater Albano dem Priester zu unterstützen.

00:29:39: Weil das Gebiet riesig ist

00:29:41: und die dann eben mit so einem

00:29:42: Hilfspriester... Genau!

00:29:43: Die machen Gemeindearbeit.

00:29:45: Also er kann nicht

00:29:46: überall sein?

00:29:47: Genau im Grunde ja.

00:29:50: Und in diesem Gebiet waren wir auch bei vielen kleinen, bei diesen Bomers, bei diesem kleinen Maasai davon.

00:29:56: oft gibt es da kleine Kirchen Kleine christliche Gemeinschaften und da waren wir eben.

00:30:01: Und dann kam uns immer wieder Männer auf Motorrädern entgegen, und auf den Motorrädern ist vorne das Bild von Sulu Hassan der Präsidentin auf dem Schutzblech.

00:30:12: Wie heißt es beim Motorrad?

00:30:13: Ja ich glaube auch so oben.

00:30:15: Und die tanzanische Flagge und oft auch ihr Name.

00:30:19: Und dann habe ich auch gesagt, warum habt ihr diese Motorräder?

00:30:22: Und dann hat sich eben rausgestellt also im Gorongoro in der Schutzzone.

00:30:27: Genau in der Umweltschutzzone sind Motorräders streng verboten.

00:30:33: aber sie hat als Wahlgeschenke vor der Wahl schön Motorrädern verteilt mit ihrem Gesicht drauf und mit ihrem Namenszug.

00:30:40: Und darum habe ich auch gedacht, wieso fahren die noch mit diesem Motorrad an?

00:30:43: Wenn doch die Präsidentin, diejenige ist, die sie hier vertreiben wollen.

00:30:46: Aber klar, Motorräder sind verboten aber das war ein Geschenk.

00:30:49: also wenn da ...

00:30:50: Also diese Motorrädern sind nicht

00:30:52: verboten?

00:30:53: Die sind nicht Verboten!

00:30:55: Ich hab's dann auch nochmal nachgelesen und es ist tatsächlich so dass sie aus Sicherheitsgründen im Grunde verboten sind weil die sagen die wilden Tiere du bist nicht sicher wenn du auf so Motorrädern rumfährst weil es gibt überall Löwen Elefanten sonst irgendwas.

00:31:09: Dann aber die Straßen auch so schlecht sind, also war das schon immer einfach nicht erlaubt mit Motorrädern?

00:31:14: Aber sie hat eben Motorräder verteilt.

00:31:17: Der Wahnsinn!

00:31:19: Also charmante Dame.

00:31:21: Das langen hatte ich kein Bild von ihr.

00:31:23: Wenn du jetzt nach Tanzanier fährst wirst du sie von Wahlplakaten

00:31:29: strahlen

00:31:29: sehen die da immer noch hängen.

00:31:30: Wir denken nochmal über das Ziel unserer Silber Hochzeitsreise nach, wenn wir im Hauptweg fahren.

00:31:38: Nein, nach wie vor ist das natürlich.

00:31:41: Aber du warst jetzt zumindest in dem Gebiet?

00:31:42: Also hast Du jetzt eigentlich mal Tiere gesehen?

00:31:45: Wir haben ganz viele Zebras und Giraffen und Kudus gesehen aber tatsächlich keinen Löwen.

00:31:51: Die

00:31:52: waren satt.

00:31:53: Ja, keine Elefanten.

00:31:54: da war ich aber auch ehrlich gesagt recht froh weil wir haben in Andulen bei Vater Albano in der Pfarei nicht im Fahrhaus geschlafen sondern es gab so kleine Gästehäuser zwei Gästenhäuser die eben weiter weg waren sagen wir mal so zweihundert Meter weg und wir mussten dann im Dunkeln halt vom Pfarrhaus, vom Abendessen zum Gästehaus laufen.

00:32:17: Und dann hieß es plötzlich ja also falls Elefanten... Also das kann man mal sein weil die Elefanten ziehen hier durch zerstören auch in der angeschlossenen Schule da die Betreibende Schule dort die Spiritaner zerstören sie auch immer wieder die Sportplätze und sowas.

00:32:34: Also falls wir welchen begegnen ruhig verhalten und am besten sich langsam wie war das in Windrichtung weg bewegen?

00:32:42: Ich glaub, innen oder gegen die Windrichtung.

00:32:45: Auf jeden Fall dachte ich, wie kann ich denn ... Wahrscheinlich entgegen?

00:32:49: Macht nur Sinn!

00:32:50: Wie

00:32:50: find ich dann, wenn da jetzt ein Elefant auf mich zukommt, raus wohin die Wind-Richtung geht?

00:32:55: Du warst nicht bei den Fahrtfindern Finger in den Mund.

00:32:59: Ich weiß nicht, ob ich das noch mach, wenn so'n Elefante auf mich zu

00:33:02: kommt.

00:33:02: Ja, ich glaub, so nennt's Spannter nach Hause weg, weil das nicht.

00:33:05: Ich hatte wirklich

00:33:07: ein ungutes

00:33:08: Gefühl.

00:33:08: Aber ich war ja mit Jörg Bötling der

00:33:11: Hat dich beschützt.

00:33:12: Meine Angst ein bisschen ins Rächerliche gezogen hat, aber ...

00:33:15: Liebkuss an den Jörg!

00:33:18: Also hätte er dich aber in Zweifelsfall auch heldenhaft beschützst?

00:33:22: Ah weiß ich nicht.

00:33:23: Er hatte dann auch einen Skorpion in seinem Moskitonetz hängen und das hat er mir erst am nächsten Morgen gesagt.

00:33:32: Und ich hätte doch gerne mit diesem Wissen vor der Nacht dann auch meinen Moskitonnetz gerne untersucht.

00:33:39: Ja, aber wenn es draußen bleibt ist ja gut.

00:33:41: Und wenn du's gewusst hättest, hättetst du wahrscheinlich gar nicht mehr geschlafen?

00:33:44: Wahrscheinlich!

00:33:45: Also sei ihm einfach dankbar.

00:33:46: Na gut... Bin ich.

00:33:49: Sonst noch irgendwelche andere

00:33:51: mit den ummitbildenden

00:33:52: Tieren?

00:33:53: Nur eins Kopion.

00:33:54: Eins Kopion und der war nicht mal bei dir Mai

00:33:57: Eben.

00:33:58: Ich kenne auf dem Weg zu der Hütte wahrscheinlich nicht, wie du Angst vor Melfanten gehabt hast sondern eher vom Löwen.

00:34:04: Er von Löwen haben die gar nicht erzählt habe ich gar nicht darüber nachgedacht dass da auch ein Löwe kommen

00:34:08: könnte.

00:34:08: Glocken gibt es auch eine Menge oder?

00:34:10: Also jetzt bist ja wieder daheim.

00:34:12: Ja mit den Schlangen das hatte ich nämlich auch jetzt als ich mich ein bisschen informiert hatte über diese Bernhard Schimmick Sache Wie die das erste Mal.

00:34:20: dann zu ihrem Film

00:34:21: los.

00:34:22: Nee, ich glaub sogar das war das allererste Mal als sie da nach Afrika aufgebrochen sind.

00:34:26: Das war in den Fünfzehnten, was ja damals unglaublich war, nach Afrikan zu fahren.

00:34:31: Da haben die sich Safari-Kleidung anfertigen lassen und hatten dann zu so kurzen Beschenhosen eben auch Kniehohe extra angefertigte Stiefel an weil sie sich vor Schlangenbissen schützen wollten.

00:34:44: Und es wurde wohl sehr amüsiert aufgenommen, wenn sie da ankamen mit ihrem... Outfit, wo Sie dachten das ist jetzt das passende Outfit für den afrikanischen Kontinent.

00:34:57: Das fällt mir zu schlangen ein bisschen.

00:34:59: Was mir einfällt Brigitte

00:35:01: ich

00:35:01: musste drei Begriffe sagen du hast meine die Armbänder angenommen von mir aber meine zwei Begroffe Die habe ich...hast Du einfach ignoriert.

00:35:10: dabei war nicht so gut ausgewählt?

00:35:14: Da war die Ziegen-Suppe.

00:35:16: ja weil Als das passiert ist, dachte ich, dass es was von Podcast.

00:35:22: Und zwar waren wir eben zu Gast, ja habe ich dir erzählt in mehreren Bomas und wurden dann auch eingeladen bei der einen Boma.

00:35:32: Da wurde für uns extra noch eine Ziege geschlachtet.

00:35:35: Das ist aber wohl auch sehr üblich wenn Besuch kommt, dass eine Ziegel geschlachtet wird Aber das ist noch nicht die Ziegen-Suppe.

00:35:43: Und dann waren wir eben noch in einer anderen Boma, um mit den Masseil zu sprechen und da hab ich tatsächlich eine Ziegegeschenk bekommen.

00:35:51: Eine Ziegel?

00:35:53: Ja!

00:35:54: Das passiert ja öfter.

00:35:55: Barbara hat auch mein großes Huhn oder so was erzählt.

00:36:01: Er war schon tot.

00:36:02: Das sollte sie rupfen...

00:36:03: Ich glaub' es hat auch noch gelebt und auf jeden Fall habe ich diese ... und Vater Albano hat auch eine Ziege bekommen.

00:36:10: Und die haben wir dann ... Aber die

00:36:11: lebten noch, die

00:36:12: Ziegen?

00:36:12: Die Ziegen lebten noch und die wurden dann... Wir hatten halt so ein Pick-up und dann saß ich, da gibt es auch ein nettes Foto, saß Ich eben auf der Rücksitzbank und hinter mir waren dann die zwei Ziegen mit Vater Albanno und haben dann bisschen panisch sich bewegt.

00:36:30: Und ja, auf jeden Fall wurden die Ziegen dann mitgenommen in die Pfarrei Endulen und der Vater Albano hat da eben auch so ein kleines Gatter wo er kriegt öfter mal was geschenkt und da waren dann schon paar Ziegen hinten und da wurde meine Ziege auch mit rein und am nächsten Morgen gab es dann tatsächlich Siegensübchen zum Frühstück.

00:36:52: mir wurde aber versichert dass das nicht meine ziege war aber ich kanns trotzdem sehr seltsam.

00:36:58: Also ich mag, ich ess eigentlich alles.

00:37:01: Aber dieses Suppe fand ich eher sehr komisch und hab dann lieber gefragt, ob ich mir einen Toast machen kann?

00:37:09: Genau das war die

00:37:09: Ziegen-Suppe.

00:37:10: Hat sie den Namen?

00:37:12: Nein.

00:37:12: Hast du ihn

00:37:12: nicht gegeben?

00:37:13: Ja, das fände ich ja ganz schlimm.

00:37:15: Weil ich weiß dass die nicht lang überlebt.

00:37:18: Mhm

00:37:20: aber schon komisch so ein Ziegen geschenkt zu bekommen oder?

00:37:23: Fand ich wirklich ... Ich habe Selfies gemacht mit mir auf der Rücksitzbank unter Ziege, hinten auf dem Pick-up.

00:37:31: Und hab's gleich auch meiner Familie geschickt!

00:37:33: Ich möchte dass das Episodencover wird.

00:37:38: Alles

00:37:38: klar!

00:37:41: Ob das der Ernsthaftigkeit der Folge entspricht?

00:37:45: Stimmt aber ein Foto von dir und was ernsthaftes.

00:37:48: Und Zahnlücke hatte ich noch.

00:37:50: Richtig ja weil Wenn man nachließt, dann wahrscheinlich wissen das auch viele.

00:37:56: Aber ich habe das erst einmal wirklich bemerkt dass viele der Massei die ich getroffen hab unten einen Schneidezahn raushaben.

00:38:05: Ich dachte dann das komisch und dann ist dir das aufgefallen als du da immer da warst?

00:38:10: Nee

00:38:10: aber jetzt wo du sagst habe ich ein Bild!

00:38:12: Ja und das fand ich voll spannend.

00:38:16: Das es auch vor längerer Zeit, also nicht mehr jetzt.

00:38:20: Aber das ist aus Gründen.

00:38:22: wenn du Wunschdarkrampf bekommst dann ist da das typische dass du so eine Kiefer-Sperre bekommest wusste ich nicht.

00:38:29: Also Tetanus und früher oder epileptische Anfälle oder so und dann gehen die Zähne nicht mehr zusammen und dann konnten sie halt damals durch die Zahnlücke mit zu einem kleinen Röhrchen eben mit Milch oder diesen typischen Blutgemisch eben füttern.

00:38:51: Und die haben das heute noch, und das wird ja mit sechs, sieben Jahren wird der Zahn gezogen.

00:38:56: Wahrscheinlich sechs, seven Jahre?

00:38:57: Wartet dann hast du doch die Milchzähne!

00:38:59: Wenn halt die ersten ... Neun kommen.

00:39:01: Neun kommt.

00:39:03: Wird der gleich... Ja also ich war nicht dabei als so ein

00:39:06: ... Also rein vorsorglich weil wenn du mal wünschst

00:39:08: ... Nein das ist natürlich jetzt nicht mehr

00:39:11: Aber war damals dann... Das war

00:39:12: damals und man hat die Tradition eben behalten.

00:39:15: Und das haben nicht alle, nicht alle Masseille haben das.

00:39:18: Und es fand ich irgendwie total interessant.

00:39:20: Ja?

00:39:20: Und habt ihr's auch gleich natürlich nachgeguckt?

00:39:23: Dass das irgendeinen Sinn hatte, hätte ich jetzt nicht gedacht.

00:39:26: Genau!

00:39:26: Und das fand ich auch sehr interessant.

00:39:28: Spannend?!

00:39:30: Über

00:39:30: die Masseiline und ihre Traditionen und was in eurem Projekt da alles passiert, da wollen wir beim nächsten Mal ein bisschen ausführlicher reden.

00:39:40: Ich fand es jetzt total spannend, mal über diesen ganzen Konflikt.

00:39:43: Tiere, Menschen, Regierungen, Touristen das ganze Mal so ein bisschen von allen Seiten zu beleuchten.

00:39:51: und ich weiß nicht kann man zusammenfassen Serengeti darf nicht sterben, Goro und Goro auch nicht.

00:39:58: dann Sania braucht Platz für Tiere und für Menschen und Respekt und Augenhöhe

00:40:04: unbedingt ja

00:40:06: Und keine Gewinnmaximierung für wenige, das wäre der richtige Weg.

00:40:09: Und noch ein Hund!

00:40:11: Die Menschen die in dem Gebiet leben sollen auch die Möglichkeit haben ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten was die Möglichkeit einschließt das nomadische Leben zu verlassen und einen anderen Beruf zu erlernen.

00:40:23: wie das geht.

00:40:24: Das erzählst du uns in zwei Wochen und dann berichtest du nämlich von einigen Massei mit denen Du im Gorongoro-Gebiet gesprochen hast.

00:40:33: ich bin gespannt Ihr dürft es auch sein.

00:40:36: Wir sagen tschüss bis zum nächsten Mal, nämlich...

00:40:38: ...Anche Pöhner

00:40:39: und Brigitte

00:40:51: Strauss!

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